Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" zieht Bilanz
Flüchtlingshilfe und Afghanistan-Einsatz auch 2016

Mit dem Nikolaus an seiner Seite zog Brigadegeneral Andre Bodemann Bilanz. Bild: paa
Politik
Amberg in der Oberpfalz
12.12.2015
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Das Jahr 2015 brachte für die Panzerbrigade 12 die Flüchtlingshilfe und für die gesamte Bundeswehr den Kampfeinsatz gegen die Terrormiliz IS. Beides konnte sich vor einem Jahr niemand vorstellen. Daran erinnert Brigadegeneral André Bodemann in seinem Ausblick auf das nächste Jahr.

Mit dem Wetter hat die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" in diesem Jahr Glück. Bei ihrem zweiten Weihnachtsmarkt in der Leopold-Kaserne in Amberg fehlt am Donnerstagabend zwar der Schnee, aber es regnet nicht - wie beim ersten Markt im Jahr 2014. So müsse er "die Gäste nicht erneut im Regen stehen lassen", sagt der Kommandeur, Brigadegeneral André Bodemann. Und: Er deutet an, auch 2016 könnte es wieder einen Weihnachtsmarkt - die Fusion aus Weihnachtsfeier und Neujahrsempfang - geben. Dann entstünde eine kleine Tradition.

Zu den geplanten Einsätzen kam überraschend die Flüchtlingshilfe hinzu. Das habe 2014 niemand vorhergesehen, ebenso wie den Anti-IS-Einsatz und die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes in den Norden Malis, macht der Kommandeur deutlich. "Und das ist Kampfgebiet." Wie 2014 werden Soldaten der "Zwölfer" zwischen Weihnachten und Neujahr im Einsatz sein. Obwohl 2016 für die Brigade ein einsatzfreies Jahr ist, bleibt ein Teil der Soldaten bis zum Frühjahr in Afghanistan. Insgesamt sind noch knapp 700 Soldaten unter anderem am Hindukusch, im Kosovo und in Mali im Einsatz. Und ab Herbst steht bereits die Vorbereitung für die Einsätze im Jahr 2017 an.

Landesverteidigung


Zwischendrin will die Brigade wieder die klassischen Operationen üben: Verteidigung, Verzögerung und Angriff - wie in diesem Jahr auch wieder mit dem US-Partnerverband, dem 2. Kavallerieregiment aus Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach). Dazu gehört auch ein Manöver im Baltikum.

Weiterhin Flüchtlingshilfe


Rund 200 Soldaten sind zur Flüchtlingshilfe in Feldkirchen und an der bayerisch-österreichischen Grenze bei Passau abgestellt. Um die Arbeitszeitvorgaben zu erfüllen, sind dafür bis zu 800 Soldaten gebunden, sagt Bodemann - auch im Jahr 2016. Unter den Gästen waren, angeführt von Brigadegeneral Christopher G. Cavoli, Kommandeur des Gemeinsamen Multinationalen Trainingskommandos der US-Armee in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN), zahlreiche Soldaten der US-Armee - aus Vilseck, Grafenwöhr und Stuttgart.

Zudem besuchten Bürgermeister der Standorte der "Zwölfer", Kommunalpolitiker und Behördenvertreter den Weihnachtsmarkt. Der Erlös des Marktes, der am Freitag für die Familien der Soldaten öffnete, geht an das Soldatenhilfswerk und an das Sozialwerk der Bundeswehr.
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