Panzerbrigade 12
Oberst Jörg See übernimmt Kommando

Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Bernd Schütt (links), überreicht dem neuen Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz", Oberst Jörg See, die Truppenfahne. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
11.10.2016
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Der katholische Militärpfarrer Pater Alexander Prosche überreicht Brigadegeneral André Bodemann das Ehrenkreuz der Militärseelsorge als Dank für dessen Unterstützung. Bild: Hans Bernreuther
Amberg: Leopoldkaserne |

Wechsel gehören bei der Bundeswehr zur Routine - und sind doch Einschnitte. Auch bei der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz". Deshalb lässt dieser Kommandowechsel keinen ungerührt.

Bei einem feierlichen militärischen Appell in der Leopoldkaserne in Amberg hat Oberst Jörg See am Dienstag das Kommando über die Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" übernommen. Der Kommandeur der 10. Panzerdivision, Generalmajor Bernd Schütt, übertrug ihm die Führung über den Heeresverband. Der 49-Jährige, der zuletzt im Verteidigungsministerium war, löst Brigadegeneral André Bodemann ab.

Der 51-Jährige geht nach Afghanistan. Er übernimmt in wenigen Wochen für ein Jahr die Führung des Ausbildungs- und Beratungskommandos der Nato-Mission "Resolute Support" in Masar-i-Scharif im Norden des Landes. Zum Gebiet des Kommandos gehört auch Kundus, das zuletzt am Wochenende wieder von den Taliban angegriffen wurde.

Generalmajor Schütt, selbst dreimal am Hindukusch im Einsatz, bezeichnete Brigadegeneral Bodemann als den "richtigen Mann zur richtigen Zeit am richtigen Ort". Er zeichnete den scheidenden Kommandeur der "Zwölfer" mit der Ehrennadel der 10. Panzerdivision aus. Beim Gottesdienst am Morgen war der Brigadegeneral bereits mit dem Ehrenkreuz der Militärseelsorge geehrt worden.

US-Heereschef in Europa


In der Kaserne waren Abordnungen aller Verbände der Brigade, des österreichischen Partnerverbandes und des US-Heeres angetreten. Die USA waren so hochrangig wie nie vertreten. An der Spitze der Delegation: der Oberkommandierende des US-Heeres in Europa, Generalleutnant Frederick "Ben" Hodges. Ein Zeichen der Wertschätzung für die deutsch-amerikanische Zusammenarbeit und für die Partnerschaft zwischen der Panzerbrigade 12 und dem 2. US-Kavallerieregiment aus Vilseck (Kreis Amberg-Sulzbach). Unter Brigadegeneral Bodemann waren bei Übungen erstmals US-Truppen den "Zwölfern" unterstellt und umgekehrt.

"Wenn Sie in die Augen der Männer und Frauen geblickt haben", sagte Generalmajor Schütt in Richtung von Brigadegeneral Bodemann, "dann haben Sie gesehen, dass die ihren Kommandeur durchaus mit Wehmut ziehen lassen".

Letzter Wechsel?


Der Wehmut dürfte noch verstärkt werden, weil die Zeit der Brigade in Amberg abläuft: bis Ende 2018 soll der Stab nach Cham umziehen. Es könnte der letzte Kommandeurswechsel in der Leopoldkaserne gewesen sein. Doch zuvor stehen Einsätze an: Nächstes Jahr geht es für 600 bis 700 Soldaten nach Mali und in den Kosovo sowie für Einzelne auch in den Nordirak oder nach Afghanistan.

Oberst Jörg SeeDer neue Kommandeur der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz", Oberst Jörg See, war zuletzt Referatsleiter im Bundesverteidigungsministerium. Der 49-Jährige begann seine Karriere im Jahr 1986 als Wehrpflichtiger bei den Pionieren in Lahnstein. Später studierte er Politikwissenschaft an der Universität der Bundeswehr in München. Oberst See absolvierte die Generalstabsausbildung des Heeres in Hamburg und die britische Generalstabsausbildung. Der Brigadekommandeur war zudem im Kosovo und in Afghanistan im Einsatz. (paa)
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