Pläne für Amberger Parkdeck an der Marienstraße konkreter
Eine Hochgarage, zwei Einfahrten

Hier, neben das Parkdeck an der Marienstraße, soll sie hin, die neue Hochgarage. Der Stadtrat will im Oktober den Bebauungsplan beschließen, dann kann das Projekt Fahrt aufnehmen. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
29.09.2016
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Der Weg zum Spatenstich ist steinig und schwer - nun geht die Stadt einen weiteren Schritt. In seiner Oktobersitzung will der Stadtrat den Bebauungsplan für das neue Parkdeck an der Marienstraße aufstellen. Ein Investor ist unterdessen gefunden.

Wenn die laufenden Vertragsverhandlungen zu einem positiven Ende geführt werden können, wird ein europaweit tätiger Parkhaus-Bauer mit Hauptsitz in Bielefeld die Hochgarage an der Marienstraße errichten. Goldbeck heißt der Investor, der das Amberger Projekt von seiner Niederlassung in Nürnberg aus betreut. Goldbeck hatte den Bieterwettbewerb gewonnen, in dem die Stadt Bedingungen für den Bau und den Betrieb des Parkhauses formuliert hatte (wir berichteten). Unter anderem war dabei festgelegt worden, dass die Stellplätze breiter als der gesetzliche Standard sein müssen (2,50 statt 2,30 Meter).

Im Endausbau soll das fünfstöckige Parkdeck 1200 Autos aufnehmen können - das ist rund vier Mal so viel Platz, als das bestehende Parkhaus gegenüber der Sparkasse bietet. Der Bebauungsplan sieht eine Erschließung über zwei Zufahrten vor. Eine ist in der Verlängerung der Emailfabrikstraße nach dem Kreisel beim Café Kult und eine in der Regensburger Straße auf Höhe der Schaschlik-Bude vorgesehen. Diese Einfahrt soll aber nur den Verkehr stadteinwärts bedienen (rechts rein, rechts raus) und dazu eine Einfädelspur erhalten.

Desweiteren unterstreicht der Bebauungsplan städtebauliche Aspekte. Wichtig sei eine "gut gestaltete Schaufassade zur Regensburger Straße und eine gute Einfügung an der Marienstraße (bevorzugt mit Fassadenbegrünung", heißt es in der Beschreibung der Maßnahme. Der Baubeginn - zumindest für einen ersten Bauabschnitt - ist für 2017 anvisiert.

Parkhaus-Investor GoldbeckDer Parkhaus-Spezialist Goldbeck aus Bielefeld ist als Sieger aus dem Bieterwettbewerb der Stadt hervorgegangen. Goldbeck errichtet in aller Welt Gebäudekomplexe in Fertigbauweise - darunter Industriehallen, Bürogebäude und auch Hochgaragen. Beispielsweise hat das Unternehmen das Parkhaus am Klinikum in Kassel geplant und errichtet. In einer Bauzeit von acht Monaten entstand dort ein sechsstöckiger Komplex mit 1200 Stellplätzen.

Das Unternehmen baut auf Basis industriell gefertigter Systembauteile. Dieses Vorgehen ermöglicht relativ kurze Bauzeiten und eine effiziente Ressourcennutzung. "Die einzelnen Elemente unserer Systeme sind dabei so flexibel aufeinander abgestimmt, dass sie ein hohes Maß an planerischer Freiheit gewähren", heißt es dazu in einem Firmenporträt.

Goldbeck ist mit 40 Standorten in Europa vertreten. Es betreibt sechs Werke zur Herstellung der Fertigteile: in Bielefeld, Hamm, Plauen, Ulm, Kutna Hora und Tovacov (Tschechien). Aktuell beschäftigt Goldbeck eigenen Angaben zufolge rund 4100 Mitarbeiter. Für das Projekt in Amberg ist die Niederlassung Nürnberg zuständig. (upl)

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Weitere Informationen:

www.goldbeck.de/referenzen
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