Pläne für Neue Münze werden konkreter
Bauantrag im November

Das Erdgeschoss des ehemaligen Kaufhauses Forum. Dieser Gebäudeteil soll im nächsten Jahr abgebrochen werden. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
09.08.2016
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"Mit dieser Fassade treten wir an", sagt Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik. Die Gestaltung setze einen modernen Akzent in der Altstadt, greife aber gleichzeitig Fassadenelemente der umliegenden Gebäude auf. Die Projektplanung für die Neue Münze läuft auf Hochtouren, so dass aller Voraussicht nach im November der Bauantrag eingereicht werden kann. Bild: Steinbacher

Zwei Investoren - ein Ziel: Ten Brinke und die Gewerbebau stecken insgesamt 45 Millionen Euro in die Entwicklung der östlichen Altstadt. Während für das Bürgerspital-Areal noch grundsätzliche Entscheidungen getroffen werden müssen, sind die Pläne für die Neue Münze bereits gereift.

"Wir liegen gut im Zeitplan", erklärt Karlheinz Brandelik, der Geschäftsführer der Gewerbebau GmbH. Die städtische Tochtergesellschaft will rund 20 Millionen Euro in die Hand nehmen, um das ehemalige Kaufhaus Forum (früher Storg) zu reaktivieren. Der Gebäudekomplex in der Bahnhofstraße steht nun schon seit mehr als zehn Jahren leer. Im Februar allerdings präsentierte die Gewerbebau ihre Pläne für die Zukunft der Immobilie.

Mit exklusiven Wohnungen


Wie berichtet, soll im Untergeschoss eine Tiefgarage mit 60 bis 80 Stellplätzen entstehen. In das Erd- und das erste Obergeschoss sollen ein oder zwei Einzelhändler einziehen. Der zweite Stock stünde für Dienstleister zur Verfügung. Im dritten Ober- und im Dachgeschoss sind 15 bis 20 exklusive Wohnungen vorgesehen. "Wir arbeiten gerade Themen wie Statik, Brand- und Denkmalschutz ab", berichtet Brandelik, der fest davon ausgeht, dass im November der formelle Bauantrag eingereicht werden kann. Sollte die Stadt das Vorhaben wie geplant genehmigen, könnte "in den ersten Monaten des nächsten Jahres" der Abbruch des nicht denkmalgeschützten Gebäudeteils beginnen. "Baustart könnte dann im Frühjahr 2017 sein." Die Gewerbebau geht von einer Bauzeit von etwa zwei Jahren aus, so dass - wenn alles klappt - im Frühjahr 2019 Eröffnung gefeiert werden könnte.

"Wir möchten diesen Zeitplan einhalten", unterstreicht Brandelik. Deswegen laufe parallel zu den Bauplanungen bereits die Mieter-Akquise. Die Gewerbebau müsse handlungsfähig sein, um ihr Projekt mit den ebenfalls vorgesehenen Kanalbauarbeiten und der Bebauung des Bürgerspitalgeländes optimal zu verzahnen. In diesem Zusammenhang sieht es der Gewerbebau-Chef als Glücksfall, dass das Architekturbüro Wittfoth aus Stuttgart beide Komplexe betreut.

Gemeinsames Exposé


Auch den Bürgerspital-Investor Ten Brinke lobt Brandelik. "Sofort nach der Entscheidung des Stadtrates haben wir sehr intensive Gespräche geführt. Auf Augenhöhe." Mit dem Nachbar-Projektierer habe die Gewerbebau vereinbart, sich abzusprechen und regelmäßig auszutauschen. Gerade lassen Ten Brinke und die städtische Tochtergesellschaft ein gemeinsames Exposé zur Mieter-Akquise erstellen. "Wir tun uns ja gegenseitig nicht weh. Im Gegenteil. Der eine profitiert vom anderen", erklärt Brandelik. Wie berichtet, sucht der Immobilienkonzern aus den Niederlanden für das Bürgerspital-Gebäude nach einem Lebensmittler und einem Drogeriemarkt.

Offen ist noch, ob das Baureferat (derzeit in der Steinhofgasse angesiedelt) in den für Dienstleister vorgesehenen zweiten Stock der Neuen Münze einzieht. Der Gewerbebau-Chef befürwortet eine solche Lösung, "weil dann an anderer Stelle der Stadt wieder neue Entwicklungsmöglichkeiten entstehen". Eine Entscheidung darüber wird der Stadtrat im Herbst treffen.
2 Kommentare
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Oliver Endres aus Amberg in der Oberpfalz | 10.08.2016 | 17:01  
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Stephan Berschneider aus Amberg in der Oberpfalz | 18.08.2016 | 15:53  
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