Region Amberg-Sulzbach gibt sich nicht geschlagen
Konzertierte Aktion

Fordern deutliche Nachbesserungen beim Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplans ein: die Bürgermeister der 27 Landkreiskommunen, Landrat Richard Reisinger (vorne, Mitte) und die beiden CSU-Bundestagsabgeordneten Barbara Lanzinger (links davon) und Alois Karl (rechts davon). Bild: hfz

Noch ein Schreiben ans Bundesverkehrsministerium: Auch der Landrat fordert eindringlich die Metropolenbahn und den weiteren Ausbau der B 85 sowie 299 ein - und wünscht sich noch mehr solche Briefe.

-Sulzbach. Landrat Richard Reisinger hat sich in einem Schreiben an den Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (beide CSU) mit Nachdruck für die Realisierung wichtiger Maßnahmen im Landkreis ausgesprochen. Dazu gehören unter anderem die Forderung zum Ausbau der Metropolenbahn Nürnberg - Amberg - Schwandorf - Prag sowie nach weiteren Investitionen in die Bundesstraßen 85 und 299. Für den Landrat, das stellt eine Pressemitteilung heraus, sind leistungsfähige Verkehrswege die Grundvoraussetzung für Wohlstand und Wirtschaftswachstum.

Das Projekt Metropolenbahn wurde erstmals in den Entwurf des Bundesverkehrswegeplanes aufgenommen und bisher hinsichtlich der Dringlichkeit als potenzieller Bedarf geführt. Das, betont der Landrat gegenüber dem Bundesverkehrsminister, sei bereits ein wichtiges Signal für die wirtschaftliche Entwicklung in ganz Ostbayern gewesen. Dennoch drängt Reisinger in seinem Brief auf eine Nachbewertung der Strecke Nürnberg - Amberg - Schwandorf - Prag und die Einstufung als vordringlichen Bedarf.

Signal des Kabinetts


Wie seine Mitstreiter in der Region führt der Landrat als ein stichhaltiges Argument einen besseren Nutzen-Kosten-Faktor im Vergleich zu der konkurrierenden Strecke im Norden über Marktredwitz an. Die Südroute gilt hinsichtlich der Baukosten als deutlich günstiger. Unterstützung bekam der Landrat erst dieser Tage von der Staatsregierung. Auch ein Kabinettsbeschluss drängt darauf, das Projekt für den vordringlichen Bedarf nachzumelden (wir berichteten). In seinem Schreiben stellt Reisinger neben diesem Bahnprojekt weitere aus seiner Sicht wichtige Verkehrsmaßnahmen im Landkreis heraus und fordert, auch den Ausbau der B 85 zwischen der A 6-Anschlussstelle Amberg-Ost und Pittersberg sowie Ortsumgehungen von Ursensollen und Tanzfleck (B 299) in den vordringlichen Bedarf hochzustufen.

Der Brief nach Berlin in das CSU-geführte Bundesverkehrsministerium ist unter anderem das Ergebnis einer regionalen Verkehrskonferenz im Landratsamt. Zusammen mit Vertretern der Obersten Baubehörde, der Regierung der Oberpfalz und des Staatlichen Bauamts diskutierten die Bürgermeister der 27 Landkreiskommunen, Ambergs Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) und christsoziale Landtags- und Bundestagsabgeordnete das weitere Vorgehen. Denn bisher handelt es sich lediglich um einen Entwurf des Bundesverkehrswegeplans, der erst gegen Ende des Jahres verabschiedet werden soll.

Appel an Bürgermeister


Unabhängig von seinem Brief an Alexander Dobrindt richtete Landrat Reisinger einen Appell an die Bürgermeister, in nächster Zeit noch selbst aktiv zu werden und eigene Einwände an das Bundesverkehrsministerium zu schicken.
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