Richtfest für die Amberger Wirtschaftsschule
Schule mit neuem Gesicht

Der neue Reichert-Bau (rechts) lehnt sich an das historische Vorbild an. Hier wird künftig die Ganztagsbetreuung der Wirtschaftsschule untergebracht. Der Betonbau links beherbergt unter anderem Aula und Mensa. An dieser Stelle entsteht der neue Haupteingang. Am Dienstag feierten Arbeiter und die Stadt Richtfest. Zimmerermeister Wolfgang Schmid (auf dem Gerüst) gab den Richtspruch zum Besten. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
17.05.2016
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Die Wirtschaftsschule öffnet sich Richtung Altstadt: Mittlerweile ist gut erkennbar, wie der neue Haupteingang zum Bürgerspitalgelände hin aussieht. Für die Stadt ist das Bauwerk der erste Meilenstein zur Umgestaltung des ganzen Viertels.

Zig Millionen Euro fließen in die Wiederbelebung des Bürgerspital-Areals. Die Verträge mit dem Investor kommen in den nächsten Wochen unter Dach und Fach. Elf Millionen Euro kostet die Erweiterung und Sanierung der städtischen Wirtschaftsschule in direkter Nachbarschaft.

Nach historischem Vorbild


Am Dienstag feierten Planer, Architekten, Handwerker und Verantwortliche der Stadt Richtfest für die dort entstandenen Bauten. Über zwei Gebäuden weht der Richtbuschen: Nachdem Anfang vergangenen Jahres der Reichert-Bau abgerissen worden war, entstand dieser für fast 2,6 Millionen Euro neu. "Es war der Wunsch der Stadt, das historische Gebäude wieder aufleben zu lassen", erklärte Robert Fischer, Chef der Dömges-Architekten in Regensburg. So wurden für das zweistöckige Haus, in dem später einmal die Ganztagsbetreuung der Wirtschaftsschule Platz findet, Originalsteine aus dem Vorgängerbau verwendet. Angelehnt an das historische Vorbild hat es eine markante Stufengiebelfassade erhalten. Auffallend sind die Sandsteineinfassungen der Fenster. Verbindendes Element zwischen dem viergeschossigen Altbau mit seiner charakteristischen Klinkerfassade und dem neu errichteten Reichert-Haus ist ein modernes Betongebäude mit relativ flachem Dach (Kosten: 2,9 Millionen Euro). Hier entsteht der Haupteingang mit Aula und Mensa - das neue Gesicht der Wirtschaftsschule. "Die Schüler werden künftig auf dieser Seite ein und aus gehen", sagte Oberbürgermeister Michael Cerny, der davon spricht, dass zwischen Schulpforte und Spitalkirche ein neuer, attraktiver Platz entsteht. "Das muss man natürlich im Kontext der Pläne für das gesamte Bürgerspital-Areal sehen."

Teil dieses Gesamtpakets ist auch die 1,26 Millionen Euro teure Tiefgarage mit 30 Stellplätzen, die unter den Neubauten entstanden ist. Sie hat momentan weder Zu-, noch Ausfahrt und wartet quasi auf ihren "großen Bruder" auf dem Nachbargrundstück. Wenn das unterirdische Parkhaus auf dem Bürgerspitalgelände fertig ist, erfolgt der Zusammenschluss. Die Bauten, für die nun Richtfest gefeiert worden ist, sollen zum Ende des nächsten Schuljahres (Juli 2017) bezugsfertig sein. Dann erst folgt die auf rund 4,1 Millionen Euro veranschlagte Sanierung der alten Schule, des Klinkerbaus in der Ziegelgasse.

Baustelle bis Mitte 2019


Während der Sommerferien 2017 zieht die Wirtschaftsschule deswegen komplett um. Der gesamte Neubau - vorübergehend auch die Aula - wird im Schuljahr 2017/18 mit Unterrichtsräumen belegt. Acht Klassen werden voraussichtlich in die Kennedyschule ausgelagert. Dieser Zustand soll bis Mitte 2019 anhalten. Erst dann ist das Projekt Um- und Ausbau Wirtschaftsschule abgeschlossen. Bis dahin, so sieht es der Zeitplan für die Wiederbelebung der östlichen Altstadt vor, sollen bereits die Neue Münze in der Bahnhofstraße eröffnet haben und die Rohbauten auf dem Bürgerspitalgelände stehen.

"Hier entsteht ein neues Juwel mitten in Amberg", sagte Schulleiterin Brigitte Conchedda. "Das ist eine gewaltige Investition, die auf die Zukunft ausgerichtet ist."

Hier entsteht ein neues Juwel mitten in Amberg. Das ist eine gewaltige Investition, die auf die Zukunft ausgerichtet ist.Schulleiterin Brigitte Conchedda
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