Rückkehrerappell der Panzerbrigade 12
Für Frieden und Stabilität

Politik
Amberg in der Oberpfalz
08.04.2016
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Sie waren in Mali, aber auch im Kosovo, im Irak und in Afghanistan. Wohlbehalten und heil sind sie von ihren Einsätzen zurückgekehrt. Deshalb gab es für Soldaten der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz" gestern Abend ein besonderes "Willkommen dahoam".

Mit einem Empfang im Rathaus begann gestern am frühen Abend der Rückkehrerappell für die Soldaten der Panzerbrigade 12 "Oberpfalz". Zu den geplanten Einsätzen in Afghanistan und im Kosovo seien 2015 überraschend der Anti-IS-Einsatz und die Ausweitung des Bundeswehreinsatzes im Norden Malis hinzugekommen, sagte OB Michael Cerny. Ebenso würdigte er die Leistungen der Soldaten bei der Flüchtlingshilfe im Inland.

Nach einem Standkonzert des Heeresmusikkorps Veitshöchheim marschierten die Verbände der "Zwölfer" ein, dann die Ehrenformation. In Vertretung des Brigadegenerals André Bodemann, der aus familiären Gründen kurzfristig nicht am Rückkehrerappell teilnehmen konnte, würdigte sein Stellvertreter, Oberst Maximilian Josef Lindner, die Leistungen der Soldaten. "Der Einsatz ist der Kernauftrag und ein wesentlicher Bestandteil unseres Berufes", sagte er. Ihre Aufgabe haben die Soldaten bestmöglich erfüllt. "Sie haben einen Beitrag zu etwas mehr Stabilität, Frieden und Sicherheit auf der Welt geleistet." Der stellvertretende Brigadekommandeur zitierte einen UN-Soldaten, der Dienst auf den Golanhöhen verrichtete: "Wenn die Welt schon nicht zum Himmel werden kann, dann sollten wir alles daran setzen, dass sie nicht zur Hölle wird."

Nach einem herzlichen "Schön, dass Sie wieder da sind" des Oberbürgermeisters hieß Staatskanzlei-Chef Marcel Huber die Abordnungen der Verbände willkommen. "Sie machen unsere Welt ein Stück sicherer, an verschiedenen Stellen des ,Ring of Fire', den unser doch so friedliches Europa umgibt", sagte er. Nach dem Kalten Krieg habe man nach der Wende 1989 geglaubt, jetzt werde alles gut. Zwei Irak-Kriege, die Angriffe auf die Twin Towers am 11. September 2001, Afghanistan, der arabische Frühling und Syrien - "die Welt ist nicht friedlicher geworden".

Huber unterstrich den hohen Stellenwert, den die Bundeswehr in Bayern und in Amberg habe: "Sie hat ihren festen Platz in der Mitte der Gesellschaft." Der Rückkehrerappell sei der lebendige Beweis dafür.

300 Jahre GarnisonBeim Empfang im Rathaus vor dem Rückkehrerappell der Panzerbrigade 12 auf dem Marktplatz kam Oberbürgermeister Michael Cerny auch auf die geplante Verlegung der Brigade nach Cham zu sprechen. "Jede Veränderung in den strukturellen Überlegungen der Bundeswehr, die zu einem Verbleib der Panzerbrigade 12 am Standort Amberg führen würden, würden wir in Amberg wirklich sehr begrüßen", sagte er und verwies darauf, dass die Garnison Amberg heuer ihren 300. Geburtstag feiern könne. (san)
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