Schneller 85-Ausbau noch nicht gesichert
Es kann noch etwas dauern

Wird es noch eng mit dem baldigen vierspurigen Weiterbau der B 85 unterhalb von Pittersberg? Der kurz vor der Verabschiedung stehende neue Bundesverkehrswegeplan wird das Tempo bestimmen. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
21.01.2016
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Die Neuauflage des Bundesverkehrswegeplans steht in Berlin kurz vor der Verabschiedung. Die Region setzt große Hoffnungen nicht nur in den Ausbau der Bahnstrecke Nürnberg-Furth im Wald.

Amberg-Sulzbach. Die Bemühungen des Bundestagsabgeordneten Alois Karl (CSU), in Berlin eine möglichst schnelle Freigabe für den Ausbau der Bundesstraße 85 zwischen Schafhof und Pittersberg (beides Ortsteile von Ebermannsdorf) zu erreichen, haben das Projekt auf die bayerische Wunschliste für den neuen Bundesverkehrswegeplan gehievt.

Das teilte der Parlamentarier per Presseerklärung mit. Die letztendlich entscheidende Prioritätenliste steht aber noch nicht. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU), lässt der Neumarkter Abgeordnete durchklingen, teile zwar seine Auffassung, dass ein zügiger vierspuriger Ausbau dieses B 85-Abschnitts nötig sei. Dennoch habe er noch um etwas Geduld gebeten.

Im derzeit gültigen Bedarfsplan aus dem Jahr 2004 ist die B 85 in der Dringlichkeit als "Weiterer Bedarf mit Planungsrecht" eingestuft. Die zuständige hiesige Straßenbauverwaltung habe deshalb bereits konkrete Planungen erarbeitet und auch schon abschnittsweise realisiert. Derzeit arbeitet das Dobrindt-Ministerium an einer Neufassung des Bundesverkehrswegeplans, und die Länder waren aufgefordert, dringliche Projekte zu benennen.

Auf der Vorschlagsliste aus München steht laut Karl auch die B 85 zwischen Pittersberg und Schafhof. Doch bevor der Bundestag nicht über die neue Prioritätenliste entschieden habe, so Dobrindt, könne er einer vorzeitigen Freigabe der für den Ausbau nötigen Mittel nicht zustimmen. Gleichwohl, unterstreicht der Abgeordnete, teile das Berliner Verkehrsministerium die Einschätzung über die Bedeutung der B 85 für den Wirtschafts- und Berufsverkehr der Region als Zubringer zur Autobahn A 6 sowie als Verbindung ins Nachbarland Tschechien. Auch für den Binnenverkehr in den Landkreisen Amberg-Sulzbach und Schwandorf sei die Bundesstraße von herausragender Bedeutung.
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