Schon wieder eine Baustelle am Klinikum St. Marien
Eingriff in der Notaufnahme

Blick in die Notaufnahme des Klinikums St. Marien. Rechts im Bild der Zugang zum Eingriffsraum. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
07.06.2016
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Amberg: Klinikum St. Marien |

Am Klinikum St. Marien folgt eine Baustelle auf die nächste. Wenn der Hubschrauberlandeplatz im Juli fertig ist, beginnt auch schon die Erweiterung der Notaufnahme. Wieder stehen rund zehn Millionen Euro Baukosten zu Buche.

Da helfen auch Blaulicht und Sirene nicht: Wenn die Rettungswagen von der Wiltmaisterstraße aus auf das Krankenhausgelände einbiegen, geht es eng zu. "Die Zufahrt zur Notaufnahme können wir nicht ändern, auch wenn es wünschenswert wäre", sagt Klinikumsvorstand Manfred Wendl. Aber die räumliche Situation zwischen Sanitätsauto und Schockraum lässt sich verbessern. Im Juli beginnen nun auch die Arbeiten für Umbau und Erweiterung der Notaufnahme.

Keine Betten am Gang


Der Ist-Zustand stammt aus den 90er Jahren und muss laut Wendl dringend auf Vordermann gebracht werden. Seit der Eröffnung vor etwa 20 Jahren seien die Patientenzahlen in der Notaufnahme um rund 70 Prozent nach oben geschnellt. Wer als Verletzter an einem Wochenende schon mal längere Zeit auf die Behandlung warten musste, kann ein Lied davon singen.

Bei laufendem Betrieb


Patientenbetten, die auf dem Gang stehen, soll es künftig nicht mehr geben. Die Zahl der Behandlungsräume verdoppelt sich von elf auf 22. Derzeit gibt es einen Schock- und einen Eingriffsraum. Wenn der Ausbau abgeschlossen ist, steht ein zusätzlicher Schockraum zur Verfügung. Auch die Einfahrt für Rettungswagen wird angepasst. Das Vordach wird um ein paar Meter weiter nach außen gezogen, damit Verletzte und Rettungskräfte bei der Ankunft nicht im Regen stehen. In einem ersten Schritt wird ein neuer Flachbau direkt neben dem an die Notaufnahme anschließenden Heizungsgebäude errichtet. Hier kommen die elf neuen Behandlungsräume unter. In Phase zwei erfolgt der Innenausbau.

"Die große Herausforderung ist, wie meistens beim Klinikum, dass die Arbeiten bei laufendem Betrieb vonstatten gehen müssen", erklärt Wendl. "Die Arbeiten sind so eingetaktet, dass heuer noch der Rohbau fertig wird." Der neue Gebäudeteil soll bis Mitte nächsten Jahres eingerichtet werden, so dass die Notaufnahme dann umziehen und in der Folge der Altbau saniert werden kann. Wendl schätzt, dass zwei Jahre vergehen, bis das Gesamtprojekt abgeschlossen ist. Die Eröffnung der neuen Notaufnahme ist für Mitte des Jahres 2018 vorgesehen. Die Kosten schlagen mit rund zehn Millionen Euro zu Buche. Das Klinikum muss nicht die ganze Last der Investition alleine tragen. Der Freistaat Bayern unterstützt das Vorhaben mit einer Förderung von 5,8 Millionen Euro. Der Zuwendungsbescheid ist bereits ergangen. (Angemerkt)
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