Segelflugplatz: Luftsportgruppe Amberg setzt sich für Waldbewirtschaftungsmaßnahmen ein
Bäume fallen, Hecke lässt Federn

Das ist das Waldstück am Rand des Segelflugplatzes, das jetzt durchforstet wird. Vor allem am Saum zur Start- und Landebahn hin sollen etliche große Bäume fallen, was der Luftsportgruppe aus Sicherheitsgründen für ihren Betrieb sehr entgegenkommt. Über die Maßnahme informierten vor Ort Alexander Krone, Martin Seits, Florian Haas und Josef Panzirsch (von rechts). Links Erwin Niklaus von der BI Naherholungsgebiet Fuchsstein-Atzlricht, die ebenfalls ins Bild gesetzt wurde.

An den Rändern des Segelflugplatzes hat in den nächsten Wochen die Axt das Sagen. Aber keine Sorge: Es handelt sich um Pflege- und Waldbewirtschaftungsmaßnahmen, die der Natur nicht weh-, der Luftsportgruppe aber guttun.

Gemeinsam mit den Leitern des Amberger Forstamts und der Naturschutzbehörde, Martin Seits beziehungsweise Florian Haas, informierte der Verein am Freitag über die Details. Denn er weiß wie die Stadt sehr gut, wie aufmerksam sein Gelände inmitten des Naherholungsgebietes Fuchsstein von vielen Bürgern beobachtet wird, zumal hier tagtäglich viele Spaziergänger und Sportler unterwegs sind.

Pflege und Stabilisierung

Auch um unnötiger Verwunderung bis hin zu Verärgerung vorzubeugen, gab es vor Ort eine Pressekonferenz, bei der die geplanten Maßnahmen öffentlich vorgestellt wurden. Miteinbezogen war die Bürgerinitiative Naherholungsgebiet Fuchsstein-Atzlricht, die ebenfalls ständiger "Wächter" über das Gebiet und seine Veränderungen ist. Tatsächlich werden in dem Waldstück, das südlich an den Segelflugplatz angrenzt und direkt gegenüber der Halle liegt, etliche Bäume gefällt. Damit hat das städtische Forstamt im oberen Teil bereits begonnen. Es wird in den nächsten Tagen, sobald der Boden durch Frost wieder fester wird, mit seinen Maschinen weiter nach unten vorrücken und vor allem am Rand zur Start- und Landebahn mehrere hohe Bäume herausnehmen.

Das kommt der Amberger Luftsportgruppe sehr entgegen, wie ihr Vorsitzender Josef Panzirsch und Mitglied Alexander Krone - er ist von Beruf Bundesförster und daher ebenfalls Fachmann zum Thema - sagten. Denn das Luftamt schreibt sowieso eine "Hindernisfreiheit" vor, die bei den über die Jahre stark nachgewachsenen Bäumen am Waldsaum bald nachgebessert hätte werden müssen. Hier hilft nun das Forstamt insofern mit, als dass es in seine ohnehin nötige Bewirtschaftungsmaßnahme zur "Stabilisierung des Bestands" (Seits) diesen kritischen Randbereich miteinbezieht.

Nach Wunsch und Vorgabe der Segelflieger werden vor allem die in ihrer Nähe zur Landebahn zu hohen Stämme herausgenommen. Dabei handelt es sich nach Auskunft des Forstamtsleiters ausschließlich um sogenannten Stockausschlagwald, dessen übrigbleibende Stämme wieder austreiben und neu aufwachsen. Sie sollen dann künftig als Niederwald in geringerer Höhe gehalten werden. Diese Beforstungsform ist sogar neu in Amberg und wird laut Haas bisher nicht vertretenen Tier- und Pflanzenarten Entwicklungschancen bieten.

Schlaglöcher ade

Letztere sollen auch der teils überalterten Hecke entlang der Zufahrtsstraße wieder gegeben werden. Sie wird vor der Vogelbrutzeit deutlich zurückgeschnitten; auch einige zu große Feldahorne werden laut Verein und Stadt herausgenommen. Sie hatten zuletzt auch das Problem zu dichten Schattenwurfs auf die Straße gemacht, die dadurch selten richtig abtrocknet. Durch die fast permanente Feuchtigkeit sind mehrere große Schlaglöcher entstanden, die bald der Vergangenheit angehören sollen.
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