SPD bezieht Stellung
Klare Kante gegen die AfD

SPD-Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (links), Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf (rechts daneben), Direktkandidat Johannes Foitzik (rechts) und Bürgermeisterin Brigitte Netta (links daneben) freuten sich mit den Jubilaren. Vorne von links: Gerhard Kißeler, Josef Blödt, Adolf Ströhl und Siegfried Leitl sowie (Mitte oben, ab Dritter von links) Hans-Martin Thieringer, Lena Hartinger und Sonja Höcherl. Bild: Martin Lindner

"Sorgt dafür, dass die SPD auch weiterhin Kümmerer-Partei bleibt", appellierte Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch an die Mitglieder aus Amberg. Ein passendes Stichwort für das Programm der Stadtverbandskonferenz.

Amberg. (inl) Neben der Ehrung von Jubilaren stellten die Sozialdemokraten dabei die Rente, bezahlbaren Wohnraum und die Gleichberechtigung als Hauptanliegen im kommenden Wahljahr vor. Zunächst jedoch präsentierte Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf in der Alten Kaserne an der Dekan-Hirtreiter-Straße die jüngsten Projekte der Amberger SPD. Dabei hob sie das Mitwirken der Partei bei der Kundgebung für Toleranz und Menschenrechte Anfang des Monats hervor. Dort hätten die Sozialdemokraten ihre Werte vertreten. Zapft positionierte sich dabei eindeutig gegen die Ideen des "skurrilen Parteiprogramms der AfD".

Foitzik stellt sich vor


Auch Martin Seibert merkte als Listenkandidat für die Bundestagswahl 2017 an, wie wichtig es sei, das Vertrauen der Wähler wieder zu gewinnen: "Die Leute mögen zu 80 Prozent mit uns einer Meinung sein und wählen uns wegen der fehlenden 20 Prozent nicht. Hier müssen wir arbeiten!" Johannes Foitzik aus Neumarkt, der bei der Bundestagswahl als Direktkandidat ins Rennen geht, stellte sich den Genossen aus Amberg vor. Über die Arbeit der Stadtratsfraktion berichtete Vorsitzende Birgit Fruth und zog dabei eine positive Bilanz für die SPD. So sei die Hälfte der im Stadtrat gestellten Anträge erfolgreich gewesen. Die Neugestaltung der Raigeringer Ortsmitte oder der geplante Ausbau der Albert-Schweitzer-Schule wären ohne die Arbeit ihrer Fraktion wohl anders verlaufen, betonte die Vorsitzende. Im neuen Jahr wollen sich die Stadträte vor allem für den sozialen Wohnungsbau einsetzen. Auch die Entwicklung der Innenstadt werde man genauestens verfolgen. "Uns geht das zu langsam", beklagte Fruth.

In der Festrede stellte Bundestagsabgeordneter Uli Grötsch (Weiden) erneut das Profil seiner Partei heraus: "Auch im Jahr 2016 verdienen Frauen noch nicht genauso viel wie Männer, auch im Jahr 2016 gibt es noch Ausbeutung durch Leiharbeit." Hier müsse man Haltung zeigen und sich von anderen Parteien abgrenzen.

Syrer jetzt Mitglied


Besonders stolz zeigte sich die Stadtverbandsführung über den Zuwachs durch den syrischen Jura-Studenten Schirko Mohamad, der in die SPD eingetreten ist, am Samstagabend jedoch terminlich verhindert war. Schon seit 50 Jahren engagiert sich Siegfried Leitl für die Amberger Sozialdemokraten. Neben ihm dankten Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf und Bürgermeisterin Brigitte Netta auch den folgenden Jubilaren für ihren Einsatz: Lena Hartinger und Sonja Höcherl (20 Jahre), Gerhard Kißeler (25 Jahre), Josef Blödt und Hans-Martin Thieringer (40 Jahre), Adolf Ströhl (41 Jahre).

Zapf gab zu den Ehrungen einen geschichtlichen Überblick. Von der Willy-Brandt-Ära bis zur Politik nach der Wende hätten die geehrten Mitglieder aus Amberg die Entwicklung der SPD miterlebt.

Der nächste Termin für den Stadtverband ist am Mittwoch, 26. Oktober. Dann diskutieren die Genossen über die Zukunft der Rente, wie die Vorsitzende bekanntgab.

Die Leute mögen zu 80 Prozent mit uns einer Meinung sein und wählen uns wegen der fehlenden 20 Prozent nicht. Hier müssen wir arbeiten!Martin Seibert, SPD-Stadtrat und Listenkandidat für die Bundestagswahl 2017
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