SPD-Fraktion freut sich über baldiges Ende von Ambergs Altstadt-Problem Nummer 1
Dachcafé als Krönung für neue Forum-Pläne

Die Flächen bleiben auch im Neubau groß. Veraltete Decken und Träger lassen nur die Ersatzlösung zu.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
07.03.2016
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Klar kamen auch nostalgische Gefühle auf. Prinzipiell aber überwog die Freude, dass Ambergs größtes Altstadt-Problem bald behoben ist: Der Forum-Leerstand soll ab 2019 der Vergangenheit angehören. Schon jetzt darf man gespannt sein auf die Pläne zur Umgestaltung, die sich die SPD-Fraktion gestern vor Ort ansah.

Bei dem Rundgang durchs Innere der Gebäude fühlten sich die Sozialdemokraten zwar an frühere Zeiten im ehemaligen Kaufhaus erinnert - zumal Bereiche wie das Restaurant Alte Münze und der Friseurshop noch nahezu unverändert erhalten sind -, aber im Mittelpunkt stand natürlich etwas anderes: Die Genossen wollten sich einen Live-Eindruck von dem verschaffen, was sie unter dem Arbeitstitel Neue Münze bisher nur auf Papier kannten und was seit Wochen im Stadtrat immer intensiver diskutiert wird.

Dimensionen live erleben


Auch wenn noch nicht alle Details und vor allem tatsächliche künftige Nutzer feststehen, so gibt es doch die Grundkonzeption, deren Dimensionen vor Ort gleich ganz anders wirken, als wenn man sich das Ganze nur vorzustellen versucht, umriss Fraktionschefin Birgit Fruth den Sinn des Besichtigungstermins mit Gewerbebau-Chef Karlheinz Brandelik.

Wie berichtet, sollen im Untergeschoss Tiefgaragen-Stellplätze entstehen, im Parterre zieht der Handel ein, darüber weitere Läden und Dienstleister sowie in der zweiten Etage Büroflächen, bevor im dritten und vierten Stock Wohnungen folgen. Vorgesehen sind laut Brandelik bis zu 4000 Quadratmeter für Einzelhändler, rund 2000 für Dienstleister und 1200 für Wohnen der exklusiven Art. Letzteres ist ganz oben auf dem Dach geplant, das dazu ausgebaut und sogar um ein Stockwerk erhöht werden soll. Dass diese Dimension im Vergleich zur ebenfalls hoch aufragenden Nachbarschaft kaum stört - dass im Gegenteil "über den Dächern Ambergs eine super Wohnlage mit tollem Blick auf Berg, Altstadt und darüber hinaus entsteht", wurde den Stadträten vor Ort so richtig klar.

SPD bringt neue Idee hervor


Sie waren so begeistert, dass sie sich anstatt mancher Wohnung auch ein Dachcafé vorstellen konnten. Damit die Fläche "nicht nur Privilegierten, sondern auch der Öffentlichkeit zur Verfügung steht", wie es Uli Hübner formulierte. Brandelik nahm diese Idee zumindest mal mit und will mit den Architekten und seinem Team darüber nachdenken. (Angemerkt)
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