SPD schaut sich im Amberger Stadtteil Luitpoldhöhe um
Tote Ratten und Fäkalien

Am Gebäude Selgradstraße 39 im Stadtteil Luitpoldhöhe konnten Bürger ihre Wünsche und Anregungen vorbringen. SPD-Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf, Vorstandsmitglied Gerald Schmidt sowie Fraktionsvorsitzende Birgit Fruth und Stadtrat Martin Seibert versprachen, den Anliegen nachzugehen.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.08.2016
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Die SPD will ihren Fokus auch auf die Außenbereiche Ambergs legen. Dies unterstrich sie bei einem Bürgergespräch, zu dem der Stadtverband im Stadtteil Luitpoldhöhe eingeladen hatte. Die Stadträte sagten zu, einigen Problemen auf den Grund zu gehen.

Die Gefahrenzone am Kindergarten, die Schaffung neuer Parkplätze durch eine Verlegung des Kriegerdenkmals in den kirchlichen Friedhof, offenbar marode Kanäle und persönliche Dinge brachten Anwohner zur Sprache. Stadtverbandsvorsitzende Hannelore Zapf hatte den Treffpunkt für das Bürgergespräch bewusst vor das Haus Selgradstraße 39 gelegt.

Dort kommt es wohl immer wieder zu heiklen Situationen für die Kleinen des Kindergartens und der Einrichtung der Lebenshilfe. Durch parkende Autos, so berichtete die Kindergartenleiterin, werde es zweimal am Tag für die Kinder gefährlich: beim Abliefern und Abholen der Buben und Mädchen. "Es fehlt hier an Parkplätzen", so die Einschätzung von Hannelore Zapf.

Die Frage nach der künftigen Busbedienung und einem Wendehammer in der Selgradstraße beschäftigte die Diskussionsrunde ebenso wie die Ertüchtigung der Kanäle und der öffentlichen Beleuchtung. Das Ergebnis der TV-Untersuchung des schon alten Systems in Luitpoldhöhe liegt nach Auskunft der SPD-Vertreter noch nicht vor. Dass das Kanalnetz streckenweise sehr marode sei, darauf wies ein Anwohner hin. Beim letzten Starkregen drückte es nach seinen Schilderungen nicht nur zwei Kanaldeckel nach oben, sondern auch tote Ratten und Fäkalien auf die Straße.

Klage geführt wurde auch darüber, dass die Sitzbank an der Bushaltestelle Dr.-Robert-Strell-Straße verschwunden sei. Ein Ersatz wäre wünschenswert.

UmlagepflichtBeim Gespräch des SPD-Stadtverbands mit Bürgern in Luitpoldhöhe tauchte die Frage auf, ob die katholische Kirchengemeinde zur Entschärfung der Parksituation einer Verlegung des Kriegerdenkmals in den kirchlichen Friedhof zustimmen würde. Laut Roland Pirner (SPD) sei einmal von Kosten von 50 000 Euro die Rede gewesen. Würden dort neue Parkplätze angelegt, würde auch die Kirche erheblich davon profitieren, etwa bei Beerdigungen, warf ein Anwohner ein. Stadtrat Martin Seibert kündigte Unterstützung durch die SPD-Fraktion an. Allerdings würde bei der Schaffung von Parkplätzen und durch den Ausbau der Straße Umlagepflicht für die Anwohner bestehen. Seibert brachte die Möglichkeit einer Neumarkierung ins Gespräch.

Die Bürger beklagten sich über zu schnelles Fahren in der Zone 30. Seibert sieht den Verkehrsreferenten gefordert, zumal Amberg eine kommunale Verkehrsüberwachung mit eigenem Radargerät habe. Aus Erfahrung wisse er, dass unter den flotten Fahrern häufig Anlieger seien. "Und wenn wir da jemand mit 60 km/h erwischen, ist der Führerschein weg." (usc)
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