SPD-Unterbezirk fordert:
Zu harter Arbeit gehört eine gute Rente

Zum Thema „Zukunft der Rente“ sprachen MdB Uli Grötsch, stellvertretende SPD-Unterbezirks-Vorsitzende Birgit Fruth, Bundestagskandidat Johannes Foitzik und Listenkandidat Martin Seibert (von rechts).
 
In der Diskussion betonte MdB Uli Grötsch (Zweiter von rechts): "Das Rentenproblem kann nur politisch gelöst werden". Bundestagskandidat Johannes Foitzik (rechts), Listenkandidat Martin Seibert und stellvertretende SPD-Unterbezirks-Vorsitzende Birgit Fruth (Zweite von links) sehen das ähnlich. Bild: sön

"Die Altersarmut resultiert aus der Erwerbsarmut": Das steht für den Bundestagsabgeordneten Uli Grötsch (SPD) fest. In der Alten Kaserne in Amberg betonte er aber auch: "Es ist Aufgabe des Staates, dass Arbeitnehmer eine Rente erhalten, von der sie auskömmlich leben können. Das hat nichts mit Luxus zu tun".

(sön) Die Zukunft der Rente war Thema des SPD-Unterbezirks in der Alten Kaserne. Stellvertretende Vorsitzende Birgit Fruth erklärte, warum: "Früher oder später betrifft dies uns alle". Die SPD müsse schlüssige, konkrete Antworten geben - und zwar solche, die nicht Jung gegen Alt ausspielen, betonte sie. Das Thema Rente habe enorm viel mit Ehrlichkeit zu tun, nahm Uli Grötsch den Faden auf. Er ist überzeugt: "Das Rentenproblem, die Altersarmut, ist nicht durch den demografischen Wandel verschuldet, sondern hat mit den zu niedrigen Löhnen zu tun."

Länger gesund arbeiten


Grötsch kritisierte, "in keinem Land der Europäischen Union ist Vermögen so ungerecht verteilt wie in Deutschland". Leistung müsse sich lohnen. Das heißt laut Grötsch für die SPD auch: "Zu harter Arbeit gehört eine gute Rente. Keiner darf gezwungen sein, für seinen Lebensunterhalt in der Rente Pfandflaschen zu sammeln."

Er ging auch auf den Beschluss des Gesetzentwurfs zur Flexibilisierung des Übergangs vom Erwerbsleben in den Ruhestand "und zur Stärkung von Prävention und Rehabilitation im Erwerbsleben" ein. Ziel sei es, dass mehr Menschen bis ins Rentenalter gesund arbeiten könnten, betonte der Abgeordnete. Dazu würden Leistungen zur Teilhabe der gesetzlichen Rentenversicherung zur Pflicht und die Ansprüche der Versicherten auf Reha-Leistungen klarer gesetzlich geregelt. Vor Erreichen der Regel-Altersgrenze könne auch heute schon eine Teilzeitarbeit mit einer Teilrente kombiniert werden. Nun aber werde die Teilrente flexibler gestaltet. Eine stufenlose Wahl sei dabei möglich, und es werde eine jährliche Hinzuverdienstgrenze von 6300 Euro geben. Zudem könnten Erwerbstätige ab 50 Jahren bereits zusätzliche Beiträge zum Ausgleich von Abschlägen in die Rentenversicherung einzahlen.

Gewinne hoch wie nie


Wer nach Erreichen der Altersgrenze freiwillig weiterarbeite, könne künftig seine Rentenanwartschaft steigern, indem er Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahle. "Die Unternehmensgewinne sind so hoch wie noch nie, die prekären Löhne aber nehmen immer mehr zu", kritisierte SPD-Bundestagskandidat Johannes Foitzik. Er folgerte: "Wir müssen uns als Partei mehr dafür einsetzen, was für Arbeitnehmer wichtig ist - wir dürfen uns nicht mit Brosamen zufriedengeben." Listenkandidat Martin Seibert forderte: "Wir brauchen Mehrheiten, die für Arbeitnehmer einstehen und dafür kämpfen, dass diese im Alter würdig leben können." Eine rege Diskussion schloss sich an.

ZitateDie Gesprächsthemen ändern sich wenn man älter wird: Die Rente, die Zukunft, aber auch die Altersarmut kommen in den Fokus.

Birgit Fruth

Das Thema Rente hat enorm viel mit Ehrlichkeit zu tun.

Das Absenken des Rentenniveaus auf 44,6 Prozent bis 2029 kann durch Gesetz geändert werden - aber nur ohne die konservativen Kräfte in der Regierung. Aber das geht nicht umsonst: So ehrlich muss man sein.

MdB Uli Grötsch

Ich bin schuld an der Rentenmisere - ich bin ein geburtenstarker Jahrgang.

Bundestagskandidat Johannes Foitzik
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