Stadt Amberg ehrt ehemaligen OTH-Präsidenten und Stadtverbandschef für Sport
Bürgermedaillen für Erich Bauer und Norbert Fischer

OB Michael Cerny (links) verlieh die Bürgermedaille an Prof. Dr. Erich Bauer (Mitte) und Norbert Fischer (Zweiter von rechts), nachdem OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug und Richard Lengfelder (rechts) . Bild: Steinbacher

Mit seinen Bürgermedaillen geht Amberg sehr sparsam um. Maximal zehn Stück dürfen an Einwohner verliehen sein, die sich in herausragender Weise um die Stadt und ihre Anliegen verdient gemacht haben. Auf Prof. Dr. Erich Bauer und Norbert Fischer trifft das sicher zu, weshalb beide am Donnerstag diese hohe Auszeichnung erhielten.

Auf einstimmigen Beschluss des Stadtrats überreichte OB Michael Cerny bei einer Feierstunde im Großen Rathaussaal die Bürgermedaillen Nummer neun und zehn an den ehemaligen Präsidenten der Ostbayerischen Technischen Hochschule (OTH) Amberg-Weiden und den Vorsitzenden des Stadtverbands für Sport, der sich auch als Chef der Freunde des Stadttheaters und einstiger Kulturreferent Meriten erworben hat. Laut Cerny ist ein einfacher Dank für das, was beide Männer für Amberg geleistet haben, "viel zu wenig". Die Medaillen sollten ihr "vorbildliches Wirken", ihr hohes Ansehen und Engagement herausstellen.

An OTH-Präsidentin Prof. Dr. Andrea Klug lag es dann, die Verdienste ihres Vorgängers Erich Bauer darzustellen, wobei sie neben den vielen Leistungen für die Hochschule vor allem die stets beabsichtigten Synergieeffekte und den "Mehrwert" für die Stadt herausarbeitete.

Mit dem konsequenten Ausbau der Hochschule wuchs die Zahl der Studierenden unter Bauers Regie von 1253 bei Beginn seiner Amtszeit auf 3500 bis 2015. Rund 4800 Absolventen wurden seither entlassen - für Klug ein "toller Rekord", der sich dadurch auszeichne, dass 80 Prozent bei Unternehmen in der Region blieben. Die Laudatio auf Norbert Fischer hielt dessen langjähriger Freund und Wegbegleiter Richard Lengfelder, der als Stellvertreter im Stadtverband für Sport an seiner Seite steht. Er skizzierte beide Seiten Fischers und bezeichnete ihn "auf dem kulturellen Sektor als genial". Neben vielen Höhepunkten, die der 70-Jährige maßgeblich initiierte und begleitete - Lengfelder nannte die Millenniumsfeier 2000, die Aufführung der "Carmina Burana" am Marktplatz, die Landesausstellung 2003 und das Amberger Welttheater - hob er vor allem die Landesgartenschau hervor, die 1996 stattgefunden hatte.

Sie sei zur "größten Herausforderung" in Norbert Fischers Laufbahn geworden und eben zu einem Riesenerfolg. Auch, weil sich mit Ambergs Projekt inklusive kompletter Neugestaltung der Vilsaue diese "Blumenschau zu einer Stadtentwicklungsmaßnahme" gemausert hat. Das sei zu einem "Kennzeichen seines Erfolgs und seines weiteren Wegs in der Stadt geworden".

Ein Steckenpferd, das er nimmermüde reitet, sei ferner sein Einsatz fürs Stadttheater an der Spitze der Freunde dieses Hauses.
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