Stadt Amberg erhöht auf den Straßen den Überwachungsdruck
Auch Ring-Raser auf dem Radar

Kampf gegen Temposünder: Der Verkehrsausschuss des Stadtrats hat eine Erhöhung der Überwachungsstunden auf Ambergs Straßen beschlossen. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
16.03.2017
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Der Kontrolldruck auf Ambergs Straßen soll steigen. Die Erhöhung der Überwachungsstunden auf 40 bis 60 pro Monat ist beschlossene Sache. Außerdem will die Stadt den sogenannten Ring-Rasern an den Karren fahren.

Die Stadt bestellt diese Überwachungsstunden beim Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz, dessen Mitglied sie ist. Überwacht wird der fließende Verkehr derzeit an 35 Messstellen. Dabei zeige sich, berichtete Verkehrsreferent Dr. Bernhard Mitko im Verkehrsausschuss, dass die Zahl der Geschwindigkeits-Übertretungen nach wie vor sehr hoch ist.

Bei den Beanstandungsquoten führen der Langangerweg und die Raigeringer Straße mit fast 25 Prozent. Weit entfernt von einem guten Wert, der unter fünf Prozent liegen würde, wie Mitko anmerkte. Erfolg verspreche hier nur eine deutliche Erhöhung der Kontrollen. Denn auch bei den Fahrverboten, die ausgesprochen werden mussten, habe sich die Situation noch nicht wesentlich verbessert.

Deshalb schlug Mitko dem Ausschuss eine Verstärkung des Überwachungsdrucks vor und erntete bei allen Zustimmung. Die Kosten für diese Stundenerhöhung ließen sich nicht schätzen. Der Zweckverband erhalte für seine Leistungen ein festes Stundenhonorar und eine Bearbeitungs-Pauschale pro Fall. Die eingenommenen Verwarnungs- und Bußgelder gingen jeweils an die auftraggebende Gemeinde. Rückblickend auf die ersten beiden Jahre der Überwachungstätigkeit sei bei der Stadt Amberg ein kleiner Einnahmeüberschuss verblieben.

Ein Dorn im Auge sind den Stadträten die Ring-Raser, gerne auch Stadtrundenfahrer genannt. Aus diesem Grund stieß Mitkos Forderung nach einem "Sonderkontingent" bei den Überwachungsstunden auf offene Ohren: "Da geht's nicht nur um die Sicherheit, da geht's auch um den Lärmschutz." Der Ausschuss stimmte dafür, gezielt nachts und mit einer gewissen Regelmäßigkeit die Geschwindigkeit zu kontrollieren - bis zu sechs Stunden pro Woche.

Diesen Autofreaks schrieb Oberbürgermeister Michael Cerny zudem ins Stammbuch: "Freunde, das ist der falsche Platz für eure Rennen."

Freunde, das ist der falsche Platz für eure Rennen.Ansage von Oberbürgermeister Michael Cerny an die Ring-Raser
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