Stadt Amberg setzt neue Strukturrefom um
Bauer muss Federn lassen

Gerhard Bauer (rechts) nimmt vor allem auf Wunsch von OB Michael Cerny (links) neue Aufgaben entgegen, während er gewohnte alte abgegeben hat. Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
08.01.2016
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Der Neujahrsempfang heute Abend geht vor. Mit der Vorbereitung darauf ist OB Michael Cerny so beschäftigt, dass er der AZ und damit der Öffentlichkeit erst am Montag Auskunft gibt über eine spannende Veränderung in der Stadtverwaltung. Offiziell vollzogen wurde sie aber schon am 1. Januar. Und sie hat ein prominentes "Opfer" gefordert.

Zumindest sehen das einige Leute so, die über die Veränderung bereits im Bilde sind. Das sind bisher nicht allzu viele. Die Stadträte sind informiert und Teile der Verwaltung. Gerade in diesem Kreis kursieren aber Vermutungen und Formulierungen, die das Thema aufsehenerregend machen. Die Rede ist davon, dass Gerhard Bauer - bisher oberster Chef der internen Verwaltung - Federn lassen musste.

Tatsächlich ist er zumindest seinen alten Job als Leiter des Referats 1 los. Das gibt es nämlich als solches in der bisherigen Form nicht mehr. Es wurde aufgespalten in zwei Stabsstellen, die als solche auch schon auf der Homepage der Stadt genannt werden. Sie heißen Zentrale Dienste und Zentrale Steuerung. Bei Letzterer spielt Gerhard Bauer natürlich noch eine Rolle, ist gar Leiter dieser Stabsstelle. Verloren hat er dagegen die Personalverantwortung.

Neu: Projektmanagement


Sie ist komplett aufs Referat Ordnung, Umwelt und Recht übertragen worden, das künftig wohl noch um den Zusatz Personal ergänzt wird. Sein Leiter Dr. Bernhard Mitko ist jetzt also auch Personalchef, zumindest nach dem Oberbürgermeister, der oberste Verwaltungsspitze bleibt. Er ist es auch gewesen, der diese "Strukturreform" angeregt hat, die vom Stadtrat Ende vergangenen Jahres in nichtöffentlicher Sitzung beschlossen wurde. Und gerade bei der neuen Stabsstelle Zentrale Steuerung will Michael Cerny wohl selber stärker die Finger drauf behalten.

Hier soll neben dem bisher schon existierenden Beteiligungsmanagement (gemeint sind die Beteiligungen der Stadt an ihren Tochtergesellschaften) ein neues Projektmanagement angesiedelt sein. Es wird sich dem Vernehmen nach professionell um größere, auch referatsübergreifende Projekte kümmern.

Personal bei Mitko


Dazu zählen zum Beispiel die Entwicklung von Bürgerspitalareal und Forum, aber auch der Bau des neuen Parkhauses an der Marienstraße. Für Letzteres allerdings soll die konkrete Projektleitung bei Bernhard Mitko liegen, während sich Bauers Verantwortung wohl eher aufs generelle Projektmanagement und die administrative beziehungsweise "technische" Steuerung dahinter beschränkt.

Um Mitko neben seinen anderen Aufgaben mit der durchaus intensiven Personalbearbeitung aber nicht zu überlasten, soll er ein eigenes Personalamt zugeordnet bekommen. Dessen Leiter wird noch gesucht, die Stelle ist intern ausgeschrieben und wird wohl nicht von außen, sondern aus den eigenen Reihen besetzt.

Einstweilen hat Hans-Georg Schrüfer, der Chef des Hauptamtes, diesen Posten kommissarisch übernommen. Er steht auf der Stadt-Homepage übrigens auch neu als Leiter der zweiten Stabsstelle Zentrale Dienste. Interessant, was sich dahinter verbirgt. Antworten auf diese Fragen will der OB nächste Woche geben. Oder doch schon heute Abend?
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