Stadt will Glaskathedrale am Bergsteig als Imageträger für Amberg entwickeln
Gropius als Zugpferd

Auch wenn es beim Ortstermin der CSU am Bergsteig schon dunkel war, waren etliche Themen sehr erhellend. Über die neuen Entwicklungen berichteten Baureferent Markus Kühne (links), Stadtbauchef Maximilian Hahn, Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann und Ortsverbandschef Michael Schittko (vorne von rechts). Bild: Steinbacher

Sie führte jahrzehntelang ein Schattendasein, aus dem sie die Stadt herausholen will: Die Glaskathedrale des weltberühmten Architekten Walter Gropius am Bergsteig soll ein Werbe- und Imageträger für Amberg werden (AZ berichtete). Erreichen will man das unter anderem mit einer begleitenden Ausstellung, die ihre Entwicklung, Historie und Bedeutung als Industriedenkmal und letztes Werk des Star-Architekten vor seinem Tod deutlich macht.

Bis zum 100. Jubiläum der von Gropius gegründeten Bauhaus-Stilrichtung 2019 soll diese Schau fertig sein - die Kathedrale selbst feiert 2020 ihr 50-jähriges Bestehen an der Rosenthalstraße. Mit jeweils 10 000 Euro aus dem städtischen Haushalt soll das Projekt bis dahin gefördert und auf die Beine gestellt werden, hieß es am Montagabend beim Ortstermin der CSU am Bergsteig. Dabei informierte Bundestagsabgeordnete Barbara Lanzinger, dass sie federführend die Aufgabe übernommen hat, mit der Betreiber-Familie der Kristall-Glasfabrik zu sprechen. Schließlich ist die Kathedrale fest in die Firmenabläufe eingebunden und wird täglich als Produktionshalle genutzt.

Mit Geschäftsführer Armin Reichelt hatten Lanzinger und Oberbürgermeister Michael Cerny über die Pläne schon gesprochen, nun sollen aber auch die Eigentümer mit ins Boot geholt werden. Nicht, dass die sich bei allen Absichten, die auch öffentlich schon mehrfach verkündet wurden, auf den Schlips getreten fühlen, verdeutlichte Lanzinger.
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