Stadtrat bewertet Erhalt des Dreifaltigkeits-Kindergartens nun anders
Keine Spur von „180-Grad-Kehrtwende“

Die AZ hatte nach dem Jugendhilfeausschuss von einer "180-Grad-Kehrtwende" beim Dreifaltigkeits-Kindergarten gesprochen. Weil jetzt - als Voraussetzung für die Sanierung - der Bedarf für 25 Kindergartenplätze anerkannt wurde, den man im Oktober 2015 noch verneint hatte. Eine solche Wende war es nach Auffassung von Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting nicht, wie er im Stadtrat verdeutlichte. Man habe lediglich auf die neue Situation reagiert, die sich zuletzt ergeben habe. Unter anderem durch den Zuzug von Flüchtlingen. Ein anderer Sachverhalt führe dann eben zu anderen Ergebnissen. Der Stadtrat bestätigte die Entscheidung des Ausschusses einstimmig. Das traf für alle Punkte zu, die in den Ausschüssen vorberaten worden waren:

Für die nun größere Planung des Neubaus einer Dreifachsporthalle an der Schönwerth-Realschule werden zusätzlich 160 000 Euro umgeschrieben, die ursprünglich für Baumaßnahmen im Kinderhort am Kochkeller bestimmt waren. Die Verwaltung treibt die Planung für die 9,25-Millionen-Euro-Maßnahme weiter voran.

Das Jugendamt bekommt heuer wegen verschiedener unerwarteter Ausgaben 1,9 Millionen Euro mehr.

Anton Rauch folgt auf den nach Weiden versetzten Gemeindereferenten Andreas Scheidler als stellvertretendes beratendes Mitglied im Jugendhilfeausschuss für die katholische Kirche.

Die Verwaltung soll die Umsetzung der Empfehlungen der Arbeitsgruppen bei der Jugendhilfeplanung ausarbeiten. Die nahmen die Stadt und der Landkreis gemeinsam vor, weil man laut Sozialreferent Dr. Harald Knerer-Brütting angesichts der engen Verflechtungen "nicht einfach ein Kirchturmdenken an den Tag legen kann".

Der Bebauungsplan für das Verfahren "Südlich der Marienstraße" (Parkdeck für 1200 Autos) wurde als Satzung beschlossen, ebenso derjenige für das Baugebiet "Drillingsfeld 2" (87 Parzellen).

Die Albert-Schweitzer-Schule bekommt eine Vollzeitstelle für einen Jugendsozialarbeiter, die Mittelschule Ammersricht eine halbe Stelle.

Vorne klang es noch gewaltig: "Bauleitplanverfahren für die Ortsabrundungssatzung S 7 Bernricht". Die beschloss der Stadtrat auch, samt Durchführung der Öffentlichkeitsbeteiligung und der Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange. Zwölf Seiten plus Lageplan waren die Erläuterungen dazu stark. Spätestens beim Blick auf die Karte wurde aber klar, dass hier keineswegs größere Veränderungen auf die ländliche Idylle von Bernricht zukommen. Baureferent Markus Kühne sagte es ganz deutlich: "Es geht nur um eine Bauparzelle, die zur Abrundung einbezogen wird." Lediglich ein Einfamilienhaus ist dort geplant. Was St. Bürokratius aber offensichtlich nicht milde stimmen konnte.

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