Stadtratsfraktion bringt vier Änderungsanträge in Haushaltsdebatte ein
Der CSU-Wunschzettel

Walter Gropius' letzter großer Bau: die "Glaskathedrale" Bild: Hartl
Politik
Amberg in der Oberpfalz
04.11.2016
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Oberbürgermeister Michael Cerny (CSU) und die Kämmerei-Spitze waren am Donnerstag am Zug und präsentierten einen Rekord-Haushaltsentwurf über fast 150 Millionen Euro (wir berichteten). Einen Tag später liegen bereits vier Änderungs- oder Ergänzungsanträge vor. Gestellt von der CSU-Stadtratsfraktion.

Sie formulieren Wünsche, die sich für 2017 in barer Münze auf insgesamt 320 000 Euro summieren und vereinzelt bis ins Jahr 2020 weitere finanzielle Verpflichtungen vorsehen. Erfahrungsgemäß wird es selbst bei den Christsozialen damit noch nicht sein Bewenden haben. In zwei Wochen begibt sich die Fraktion in eine zweitägige Klausur, um intern abschließend den Etatentwurf zu beraten. Natürlich sind auch noch die anderen Fraktionen und Ausschussgemeinschaften am Zug. Die Verabschiedung durch den Stadtrat ist für Montag, 12. Dezember, geplant.

Mit einem Antrag dürfte die CSU-Fraktion kaum auf Widerstand stoßen. Er ergänzt den bereits auf breiter Basis gefassten Grundsatzbeschluss, den Gropius-Bau in das öffentlichkeitswirksame Licht eines herausragenden Industriebau-Denkmals der Architekturmoderne zu rücken. Der im doppelten Wortsinne umgangssprachlich treffend als "Glaskathedrale" (lichtdurchflutete Fabrikationsstätte von Glasprodukten) beschriebene Komplex soll in dem 2019 anstehenden Bauhaus-Jahr eine gebührende und auch touristisch vermarktbare Rolle spielen.

Dazu ist eine multimediale Ausstellung "Gropius in Amberg" geplant. Die CSU möchte dieses Projekt ab 2017 bis 2020 mit jeweils 10 000 Euro aus dem städtischen Etat unterstützt sehen (weitere Anträge nebenstehender Kasten).

Weitere AnträgeEG und GMG

Das Erasmus- (EG) und das Gregor-Mendel-Gymnasium (GMG) sollen mehr Geld für den Bauunterhalt bekommen. Heuer gab es jeweils 150 000 Euro, für 2017 wünscht sich die CSU diese "außerplanmäßig" aufgenommenen "Sondermittel" noch einmal. Sie sollen zur Renovierung von Klassenzimmern eingesetzt werden.

Verkehrsunterricht

Mit 3000 Euro veranschlagen die Christsozialen ein "Sonderbudget für die Anschaffung von Fahrrädern für den Verkehrsunterricht der Albert-Schweitzer-Grundschule". In den nächsten Jahren soll dieser Ansatz für die anderen Grundschulen in der Stadt fortgeführt werden.

Straßen in Schäflohe

Beim Straßenunterhalt im Stadtteil Schäflohe sieht die CSU dringenden Handlungsbedarf wegen ausgespülter Randstreifen-Befestigungen. Die Stellen werden benannt und die Ausbesserungen auf 7000 Euro beziffert. (zm)
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