Stadtteil nicht vom Aussterben bedroht
Luitpoldhöhe für Touristen

Die Luitpoldhöhe ist sicher kein Problem- oder gar Glasscherbenviertel, sondern ein klassisches Arbeiterviertel.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
23.03.2016
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Oberbürgermeister Michael Cerny sprach klare Worte. Luitpoldhöhe sei ein Stadtteil mit eigener Identität, einer über 100-jährigen Geschichte und mit Problemen, "aber keinesfalls vom Aussterben bedroht".

Amberg. (tne) Im Schützenheim erklärte CSU-Kreisvorsitzender Stefan Ott in seiner Funktion als Ammersrichter CSU-Ortschef vor rund 50 Zuhörern, dass der Ortsverband nach Luitpoldhöhe gekommen sei, um die aktuellen Entwicklungen in diesem Teil von Amberg vorzustellen.

Oberbürgermeister Michael Cerny bescheinigte dem Stadtteil zwar, einige Probleme zu haben, wie zum Beispiel den demografischen Wandel, aber: "Luitpoldhöhe ist sicher kein Problem- oder gar Glasscherbenviertel, sondern ein klassisches Arbeiterviertel." Anschließend blickte der OB auf die Sommertour der CSU-Fraktion zurück und erklärte anhand dreier Themenschwerpunkte, was seitdem passiert ist. Zunächst ging er auf den öffentlichen Nahverkehr ein und stellte fest: "Der Bus in den Stadtteil Luitpoldhöhe muss immer fahren und wird immer fahren."

Bus soll öfter fahren


Bevor die Luitpoldhütte Insolvenz anmelden musste, habe die Stadt bereits feste Zusagen für den Erwerb von Flächen der LH für den Bau eines Wendehammers für den Citybus gehabt. Diese seien aber wieder hinfällig geworden. Man werde diese Gespräche allerdings mit dem neuen Eigentümer der LH wieder aufnehmen. Im Stadtrat seien auch Gelder für die Planung und für den Bau dieses Wendehammers in den Haushalt eingestellt worden.

Darüber hinaus wolle man, sagte Cerny, im Zuge der 2017 anstehenden europaweiten Ausschreibung des öffentlichen Nahverkehrs die Taktung des Linienverkehrs im Stadtteil deutlich verbessern und bis 20 Uhr auf alle 30 Minuten erweitern. An Freitagen solle ab 20 Uhr dann bis 2 Uhr morgens stündlicher Linienverkehr herrschen. Dies könnte bei entsprechenden Angeboten 2019 - nach Ablauf des jetzigen Vertrags - umgesetzt werden.

Anschließend ging der OB auf die mögliche Verbindung zwischen der Dr.-Robert-Strell- und der Sulzbacher Straße ein. Diese Route wäre für den Stadtteil eine zweite Anbindung: "Und ein Stadtteil mit zwei Zufahrten bleibt lebendig", zeigte sich Cerny aufgeschlossen für dieses Vorhaben. Auch deshalb habe der Stadtrat im diesjährigen Haushalt 30 000 Euro für die Planungen einkalkuliert. Dass sich dieses Projekt nicht in einem Jahr verwirklichen lasse, liege auf der Hand. Aber die Stadt werde heuer noch genau wissen, wie eine solche Strecke aussehen könnte.

Auch schnelles Internet


Danach kam Cerny auf die Digitalisierung zu sprechen. In Luitpoldhöhe sei es bereits flächendeckend möglich, sich an das schnelle Internet anbinden zu lassen.

Zum Abschluss schlug der OB vor, den Stadtteil auch touristisch zu beleben. Nirgendwo sonst in Amberg könne man auf eine derart lange Bergbau-Geschichte zurückblicken.
Die Luitpoldhöhe ist sicher kein Problem- oder gar Glasscherbenviertel, sondern ein klassisches Arbeiterviertel.OB Michael Cerny
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