Sulzbach verzichtet, Amberg nicht
Stadt will Klimaschutzmanager

Sulzbach-Rosenberg hat seine Stelle eingespart. Amberg dagegen möchte gerne bald einen anheuern. Den Förderantrag für einen Klimaschutzmanager hat die Stadt gestellt. Die Entscheidung steht allerdings noch bevor.

Fest steht, dass ein Klimaschutzmanager in Amberg jede Menge Arbeit und ein Konzept an der Hand hätte. Den Controllingbericht zur Umsetzung stellte Referatsleiter Dr. Bernhard Mitko den Mitgliedern des Umweltausschusses in ihrer jüngsten Sitzung vor. 2012 beschäftigten sich die damaligen Stadträte mit wichtigen Eckpfeilern des Klimaschutzes. Damals wurde beispielsweise beschlossen, Sanierungen nach dem besten Energieeinsparpotential abzuwickeln, den Bestand an noch nicht gedämmten Immobilien aufzulisten, oder bei der Ausweisung neuer Baugebiete stets die Möglichkeit der Fernwärme zu prüfen. Auch die Umrüstung aller Ampeln und Straßenbeleuchtungen auf LED sind Teil des Klimaschutzkonzeptes. Wie weit einzelne Punkte bereits erledigt wurden oder wo noch weiter daran gearbeitet wird, dies ist im Controllingbericht zu finden.

ÖDP-Stadtrat Franz Badura wies in diesem Zusammenhang darauf hin, die Elektromobilität in Amberg durch mehr E-Tankstellen zu etablieren. Mitko betonte, dass sowohl die Stadtwerke als auch Firmen auf ihren eigenen Parkplätzen derartige Überlegungen anstellen. "Ich persönlich halte aber nichts davon, eine E-Tankstelle in ein Parkhaus zu integrieren."

Die Kosten für eine E-Tankstelle ohne Photovoltaik liegen derzeit bei etwa 8000 bis 10 000 Euro. "Das ist nicht dramatisch. Probleme machen aber die Abrechnungssysteme. Momentan ist es billiger, den Strom zu verschenken für das Geld, was ein Abrechnungssystem kostet."

Auch wenn die Zahlen eher im Verkehrsausschuss behandelt werden, so interessierten sich die Umweltausschussmitglieder trotzdem dafür, wie viele E-Autos es in Amberg derzeit gibt: "Unter 100", so Mitkos Antwort.

Zitate"Früher war es die Götterdämmerung. Heute ist es die Biberdämmerung."

Bürgermeister Martin Preuß zur BayernTour Natur

"Wenn diese Winter-Linde 1000 Jahre alt wird, müsste man fast eine Urkunde in einer Plombe mit eingraben."

CSU-Stadtrat Rudolf Maier zum Baum des Jahres, der traditionell in Amberg gepflanzt wird

"Vielleicht kann ich das Stadtarchiv davon überzeugen, dass sie das Protokoll dieser Umweltausschusssitzung mit reinnehmen."

Rechtsreferent Dr. Bernhard Mitko zum selben Thema

"Ich habe mir zufällig gestern Lindenblütentee besorgt. Ich weiß aber nicht, ob von einer Silber-, Sommer- oder Winter-Linde."

CSU-Stadtrat Thomas Bärthlein

"Ich würde als inkontinente Person nicht sagen, dass ich einen Zuschuss brauche. Da hat man ja schon manchmal Probleme, das dem Arzt anzuvertrauen."

FDP-Stadträtin Emilie Leithäuser zum SPD-Antrag auf Übernahme der Kosten für Windelsäcke
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