Umweltausschuss pflanzt Baum des Jahres
Winter-Linde für Antoniweg

Der Umweltausschuss pflanzte am Donnerstagnachmittag auf einer Grünfläche am Antoniweg einen Baum des Jahres, die Winter-Linde. Bild: Hartl

Die Herren schauten erst auf ihre Schuhe, dann auf die durchgeweichte lehmige Erde. Half alles nichts, da mussten sie durch, schließlich wollte der Umweltausschuss zum Auftakt seiner Sitzung am Donnerstagnachmittag einen weiteren Baum des Jahres pflanzen. Für 2016 ist das die Winter-Linde. Sie wächst jetzt auf einer kleinen Grünfläche am Antoniweg. Dort war bereits ein Baum gestanden. Doch dieser war bei einem Sturm umgeknickt, informierte Norbert Wellnhofer, Chef der Stadtgärtnerei das Gremium.

Florian Haas von der Unteren Naturschutzbehörde ergänzte, dass sich in der Nähe Linden befinden - und auch die Lindenallee. Allerdings werde die Winter-Linde ein bisschen separat stehen, um ihre Wirkung entfalten zu können. Jeweils den Baum des Jahres zu pflanzen, bezeichnete Bürgermeister Martin Preuß als "schöne Tradition". Laut Wellnhofer geschieht dies seit Ende der 90er.

Bei der Winter-Linde handelt es sich um einen Baum 1. Ordnung, also einen Großbaum. Er werde so um die 30 Meter hoch. "Ich denke, er wird hier mindestens 100 Jahre stehen", zeigte sich der Stadtgärtnerei-Chef zuversichtlich. Die für den Antoniweg bestimmte Winter-Linde ist 20 Jahre alt und kommt aus einer Oberpfälzer Baumschule. "Da ist sie das raue Klima gewöhnt", meinte Wellnhofer. Dann bat Bürgermeister Martin Preuß die Herren der Verwaltung und des Ausschusses zu den Spaten - da half kein besorgter Blick auf die Schuhe, um auszukommen.

Ein Prosit auf den Maltesergarten-ApfelsaftDa staunten die Mitglieder des Umweltausschusses nicht schlecht, als Stadtgärtnerei-Chef Norbert Wellnhofer einen Karton aus dem Auto holte und verkündete, dies sei Apfelsaft aus dem Maltesergarten. Die Früchte der dortigen Bäume ergaben insgesamt 160 Liter Saft, informierte er. Bürgermeister Martin Preuß ergänzte, dass auch das Jugendzentrum Altes Klärwerk Saft hatte pressen lassen - insgesamt 130 Liter. Die Ausschuss-Mitglieder nickten anerkennend ob der flüssigen Köstlichkeit und bezeichneten die Tatsache, dass Saft gepresst wurde, als "eine Super-Sache". "Es tut mir in der Seele weh, wenn im Maltesergarten mit den Äpfeln Fußball gespielt wird", sagte Stadtrat Helmut Weigl. Als der Umweltausschuss im Mittleren Rathaussaal die Sitzung fortsetzte, probierten alle den städtischen Apfelsaft. (san)
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