Union nimmt beim Politischen März Ambergs neue Zielsetzungen für Ältere in Blick
Senioren wollen mehr Einblick in ihr Konzept

Im Politischen März der Amberger CSU nahm die Senioren-Union das seniorenpolitische Gesamtkonzept der Stadt in den Blick. Vorsitzender Rudolf Maier stellte die verschiedenen Handlungsfelder vor, ging aber zunächst auf die demografische Entwicklung in Amberg ein. 2012 betrug der Anteil der 75-Jährigen und Älteren nach seiner Auskunft 11,5 Prozent. Laut Prognosen werde er bis 2032 auf 14,6 Prozent steigen.

Gleichzeitig nehme aber die Gesamtbevölkerung um 5 Prozent ab, was allenfalls durch Flüchtlinge und Asylsuchende, die sich integrieren lassen, ausgeglichen werde. Zur Teilnahme am öffentlichen und gesellschaftlichen Leben bieten laut Maier über 50 Vereine in der Stadt den Senioren ein breitgefächertes Angebot. Um sich daran beteiligen zu können, spiele das Einkommen eine wesentliche Rolle. In der Oberpfalz beziehe ein Rentner im Durchschnitt monatlich 780 Euro, weshalb die Senioren-Union seit Jahren für eine Anhebung des Rentenniveaus plädiere.

Ambulant vor stationär


Einen breiten Raum im Konzept nehmen das Wohnen zu Hause, betreutes Wohnen bzw. Seniorenwohngemeinschaften und, eng damit verbunden, die Betreuung und Pflege ein. Auch hier rechnet die Stadt nach Maiers Schilderung damit, dass in den nächsten 20 Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen um ein Drittel wächst. In Anbetracht der ebenfalls steigenden Lebenserwartung müssten auch demenzspezifische Angebote deutlich erweitert werden. Die meisten Menschen wollen im Alter und bei einsetzender Pflegebedürftigkeit, soweit möglich, selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden leben, führte Maier aus. Deshalb gilt nach seinen Worten auch in der Pflege das Leitprinzip "Ambulant vor stationär". Dazu müsse diese Betreuung, aber auch die häusliche Versorgung verstärkt werden. Zum Wohnen bzw. zur Pflege zu Hause sollten auch das Umfeld, die Wohnqualität im Quartier, die Mobilitätsbedingungen sowie soziale Netzwerke berücksichtigt werden.

Zum seniorenpolitischen Gesamtkonzept gehört auch der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs, der Bushaltestellen und weiterer öffentlicher Einrichtungen, wie Rudolf Maier auflistete, auch mehr Toiletten in der Stadt und Randsteinabsenkungen sind eine Forderung. In der Diskussion regten Teilnehmer eine bessere Vernetzung und Koordination der Themen an, auch damit diese besser bei den Senioren ankämen.

Für OB griffbereite Basis


Als wichtiger Schritt in diese Richtung wurde die Errichtung einer Fachstelle für pflegende Angehörige samt Beratung betrachtet. Oberbürgermeister Michael Cerny wünschte sich, dass das Rahmenkonzept von nun an griffbereit auf zahlreichen Schreibtischen liegt und als Basis herangezogen wird, wenn wichtige seniorenpolitische Entscheidungen getroffen werden müssen.
Weitere Beiträge zu den Themen: CSU (513)Senioren (300)Senioren-Union (4)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.