VdK sucht Gespräch über Barrierefreiheit
Stolpersteine gibt es genug

Die diskussionsfreudige Runde (von links): VdK-Kreisvorsitzende Marianne Kies-Baldasty, Ehrenmitglied Herbert Göth, Oberbürgermeister Michael Cerny, die beiden stellvertretenden Vorsitzenden Johann Ludwig und Erika Renner sowie Kassier Helmut Zetzl. Bild: hfz

Mit ein paar abgesenkten Bordsteinen ist es noch lange nicht getan. VdK-Vorstände diskutierten mit OB Michael Cerny Aspekte der Barrierefreiheit.

Barrierefreiheit ist ein sehr vielschichtiges Thema. Es gehört weitaus mehr dazu als nur eine Eignung für Menschen mit einer Gehbehinderung oder Rollstuhlfahrer. In dieser Frage waren sich Oberbürgermeister Michael Cerny und die Kreisvorsitzende des Sozialverbands VdK Amberg-Sulzbach, Marianne Kies-Baldasty, einig.

Zusammen mit ihren Stellvertretern Erika Renner und Johann Ludwig sowie mit Kassier Helmut Zetzl und Ehrenmitglied Herbert Göth war sie ins Rathaus gekommen, um sich als Vorstandsgremium mit dem OB zum VdK-Jahresthema "Barrierefreiheit" auszutauschen. Damit rannten sie bei Cerny offene Türen ein, heißt es in einer Pressemitteilung.

Viel mehr als gedacht


Er habe deutlich gemacht, dass das von der Stadt und dem Landkreis gegründete Bündnis für Inklusion vielen Menschen die Augen geöffnet habe. "Vielen wurde erstmals bewusst, welch große Bandbreite dieses Thema hat. Denn auch Sehbehinderte oder Menschen mit psychischen Behinderungen, um nur zwei Beispiele herauszugreifen, müssen die Möglichkeit erhalten, sich leichter im Alltag zurechtzufinden", betonte Cerny.

Anschließend zeigte der Oberbürgermeister die beiden wichtigen Handlungsfelder des Bündnisses auf: Sowohl in den kommunalen Verwaltungen als auch im öffentlichen Raum gibt es einiges zu tun, hinzu käme das große Anliegen der Barrierefreiheit des Bahnhofes. Als weitere Themen benannte Cerny das Kopfsteinpflaster in der Altstadt, Schulen, Bushaltestellen und das Stadttheater, das ganz oben auf der Agenda stehe. Es tue sich aber etwas. So würden derzeit in der Stadtverwaltung taktile Leitsysteme zur Führung sehbehinderter Menschen diskutiert. Es stehe aber auch eine zentrale Anlaufstelle für Betroffene zur Debatte.

Stets mit einplanen


Bei allen künftigen Bauvorhaben wolle die Stadt auf jeden Fall pragmatisch an diese Fragen herangehen, versprach der Oberbürgermeister: "Wir werden das Bündnis bei sämtlichen Maßnahmen bereits im Vorfeld einbeziehen, um festzulegen, welche Kriterien zu berücksichtigen sind." Gerade bei historischen Bauten wie etwa den Rathaussälen gelange man aber relativ schnell an seine Grenzen. "Hier werden immer Kompromisse notwendig sein", verdeutlichte Cerny. Die VdK-Vorstände hatten auch zwei konkrete Anliegen. Johann Ludwig fragte nach einer Möglichkeit, für Nachbarschaftshelfer in der Nähe von Arztpraxen extra Parkgelegenheiten zu schaffen, wenn sie Menschen mit Behinderung dorthin bringen. Der OB versprach, das beim nächsten Bündnistreffen vorzutragen. Im zweiten Punkt, den Marianne Kies-Baldasty ansprach, meldete Cerny nahezu schon Vollzug. Demnach laufen Gespräche mit dem zuständigen Staatlichen Bauamt, über die hohe Bordsteinkante am Überweg am Pflegerkreuz.
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