Vergewaltigung an Kräuterwiese: Mädchen erlebt Alptraum - Haftbefehl gegen 19-Jährigen
13-Jährige im Gebüsch vergewaltigt

In der Nähe des Basketballfeldes an der Kräuterwiese soll sich die Tat in der Nacht zum Samstag ereignet haben. Bild: Steinbacher
Politik
Amberg in der Oberpfalz
27.07.2015
2024
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Seinen Eltern hatte das Mädchen (13) gesagt, es übernachte bei einer Freundin. In Wirklichkeit lungerte die Schülerin mit anderen Jugendlichen in der Stadt herum. An der Kräuterwiese erlebte sie einen Alptraum.


Notruf abgesetzt

Was genau sich in der Nacht auf Samstag in der Nähe des Spielplatzes an der Kräuterwiese zugetragen hat, versucht die Kriminalpolizei gerade zu ermitteln. Allerdings spricht vieles dafür, dass das 13-jährige Mädchen aus dem Landkreis Schwandorf von einem jungen Mann, der sechs Jahre älter ist, vergewaltigt wurde. Der 19-Jährige sitzt seit Sonntag in der Amberger Justizvollzugsanstalt. Ein Richter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl erlassen. Dem 19-Jährigen aus dem Landkreis Amberg-Sulzbach werfen die Ermittler Vergewaltigung und schweren sexuellen Missbrauch eines Kindes vor. Wie der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz, Michael Rebele, am Montag mitteilte, habe sich die Tat am Samstag gegen 1.45 Uhr zugetragen.

Unklar, ob Alkohol im Spiel war

Täter und Opfer gehörten wohl zu einer Gruppe von Jugendlichen, die sich in der Nähe des Basketballfeldes getroffen hatte. "Wir wissen nicht, ob sich die beiden schon länger gekannt haben", erklärte Rebele. Das Mädchen und der junge Mann könnten sich in dieser Nacht auch zum ersten Mal begegnet sein. Ob die Jugendlichen Alkohol getrunken haben, konnte Rebele nicht sagen. Entsprechende Tests seien zwar erfolgt, die Ergebnisse lägen aber noch nicht vor. "Irgendwann haben einige Mädchen und Burschen erkannt, dass da etwas nicht stimmt", berichtete der Polizeisprecher. "Sie sind auf das Geschehen im Gebüsch aufmerksam geworden und haben einen Notruf abgesetzt."

Festnahme eines 19-jährigen Verdächtigen

Die Beamten hätten den 19-Jährigen ausfindig gemacht, ihn festgenommen und das Mädchen nach Hause gebracht. Noch in der Nacht seien sieben Zeugen zu dem Tathergang befragt worden. Ihrer Mutter hatte die 13-Jährige laut Rebele weisgemacht, sie übernachte bei einer Freundin. "Solche Fälle haben wir immer wieder", unterstreicht Rebele. "Wir bitten die Eltern eindringlich, solche Aussagen kritisch zu hinterfragen. Ein gesundes Misstrauen ist da manchmal ganz gut." Um sich zu vergewissern, wo das Kind schläft, könnten sich die Eltern beispielsweise untereinander kurzschließen.

Körperlich unversehrt

Der 13-Jährigen gehe es den Umständen entsprechend gut. Das Mädchen sei, wie in solchen Fällen üblich, von einem Arzt untersucht worden. Körperliche Verletzungen habe es nicht davongetragen.
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