Vor Haushaltsberatungen: Stadtratsfraktion formuliert sieben Anträge
CSU will Freiluft-Kino am Berg

Bei diversen Ortsterminen in verschiedenen Stadtteilen wurden wir verstärkt auf schadhafte Gehweg- und Fahrbahndecken angesprochen.
Politik
Amberg in der Oberpfalz
12.11.2016
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Bei diversen Ortsterminen in verschiedenen Stadtteilen wurden wir verstärkt auf schadhafte Gehweg- und Fahrbahndecken angesprochen.CSU-Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann

Zum Jahresende steigen die Parteien und Stadträte in die Beratungen über den Haushalt ein. Die CSU-Fraktion hat im Vorfeld sieben Anträge formuliert, die im Wesentlichen die Ziele haben, die Stadt noch sicherer und lebenswerter zu machen. Auch eine spektakuläre Idee ist dabei - der Bau eines Landschafts-Kinos auf dem Mariahilfberg.

Auf Straßen und Wegen


"Bei diversen Ortsterminen in verschiedenen Stadtteilen wurden wir verstärkt auf schadhafte Gehweg- und Fahrbahndecken angesprochen", teilt Fraktionsvorsitzender Dieter Mußemann in einer Presse-Info mit und nennt mit dem Eisbergweg ein Beispiel. Handlungsbedarf bestehe auch auf dem "wilden Parkplatz" hinter der Grammer AG. Der Vorschlag: Die Stadt sollte für 2017 ein Sonderbudget für den Unterhalt von Straßen und Wegen von zusätzlich 200 000 Euro vorsehen.

Ein weiterer Antrag hat die barrierefreie Gestaltung von Straßen und Plätzen in der Altstadt zum Ziel. In Ergänzung zu den geplanten Baumaßnahmen in der Bahnhofstraße, werden in den nächsten Jahren die Kanalanlagen in der Oberen- und Unteren Nabburger-, der Bahnhofstraße, der Paulanergasse und im Münzgäßchen modifiziert bzw. erneuert: "Wir bitten die Stadtverwaltung darüber hinaus, das Konzept für Neugestaltung der Straßen und Plätze in der Innenstadt zu überarbeiten und ein angepasstes Konzept für die Gestaltung zu erarbeiten." Aus Sicht der CSU sollten darin speziell die Bereiche Vilsstraße, Franziskanergasse, die Fußgänger-Achse von der Fronfeste zum Marktplatz (Paradeplatz/Herrnstraße), die Ziegelgasse und die Steinhofgasse enthalten sein.

Aus Sicht der Christsozialen sollte die Stadt zudem mehr Geld (227 000 statt 127 000 Euro) für den Unterhalt der Feuerwache am Schießstätteweg einkalkulieren, um eine relativ teure Generalsanierung zu vermeiden. Da der Mariahilfberg laut Mußemann zu einem der meist genutzten Naherholungsgebiete der Stadt gehört, sollte ein weiterer Anziehungspunkt geschaffen werden. Die CSU denkt dabei an ein Freiluft-Landschafts-Kino. Der Bau eines Hochwasserdamms bei Schweighof steht ebenso auf der Wunschliste wie der Neubau des abgebrochenen Pionierstegs über den Stadtgraben. Da es sich um eine hoch frequentierte Wegeverbindung handele, fordert die Fraktion "die zeitnahe komplette Wiederherstellung dieses Brückenschlages" und beantragt, die dafür vorgesehenen Gelder um 350 000 auf dann 510 000 Euro aufzustocken.

Bierstadt Amberg


Und noch einen Punkt hat die CSU auf ihrer Agenda: Ambergs Brautradition lasse sich über mehr als fünf Jahrhunderte zurückverfolgen. 2017 jährt sich das Ereignis zum 400. Mal, dass der damalige Kurfürst Friedrich V., der neu gegründeten Amberger Weißbräugesellschaft am 26. Oktober 1617 die landesherrliche Konzession zur Produktion von weißem Bier verlieh. Diesen Jahrestag will die Stadtratsfraktion zum Anlass nehmen, um das Image Ambergs als Bierstadt weiter zu stärken. Um entsprechende Aktivitäten und Veranstaltungen planen und realisieren zu können, schlagen die Christsozialen vor, im Haushalt zusätzliche 10 000 Euro in die Kalkulation einzubeziehen.
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2 Kommentare
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Barbara Gerl aus Freudenberg | 12.11.2016 | 14:50  
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