Yvonne Rösel Bundestags-Direktkandidatin der Grünen
Der KlassikerIn

Yvonne Rösel. Bild: wsb

Amberg/Kastl. "WAA, Birkenstock, Baumsterben." Mit diesen drei Schlagworten umriss Yvonne Rösel (49) die ihr politisches Bewusstsein prägenden Momente. Mitglied der Grünen ist sie allerdings erst seit drei Jahren. Vor dem Hintergrund der Kommunalwahlen 2014 hatte sie beschlossen, nun auch parteipolitisch Flagge zu bekennen. Mit beachtlichem Erfolg.

Rösel ist Mitglied des Kreistages Amberg-Sulzbach und Stadträtin in Sulzbach-Rosenberg. Seit Mittwoch wird sie die Kreisverbände Amberg, Amberg-Sulzbach und Neumarkt (Bundestagswahlkreis 232 Amberg) als Direktkandidatin in den Bundestagswahlkampf führen. In der Gaststätte Forsthof in Kastl hob eine gemeinsame Mitgliederversammlung der drei Kreisverbände die Marketing-Fachkraft mit 15 Ja- von 21 gültigen Stimmen (zwei nein, vier Enthaltungen) auf diesen Schild.

In einem Bewerbungs-Statement beschrieb sich die gebürtige Berlinerin und verheiratete Mutter von drei Kindern als eine in 37 Jahren hier heimisch gewordene Oberpfälzerin. Dieser Prozess habe einen ebenso emotional wie politisch geprägten Heimatbegriff wachsen lassen, der die Nachhaltigkeit in den Vordergrund rücke. Die Grenzen von Umwelt-, Sozial- und Gesellschaftspolitik seinen dabei fließend und dürften nicht isoliert betrachtet werden.

Rösel sieht das zentrale Thema Energiewende bedrohlich ins Stocken geraten und enorme Defizite in der Strukturpolitik. "Die Städte kollabieren und der ländliche Raum wird abgehängt", kritisiert sie und fordert mehr soziale Gerechtigkeit als umfassende Teilhabe am gesamtgesellschaftlichen Wohlstand.
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