Zukunft der Amberger Stadtteil-Feuerwehren
Keine Fusionen beabsichtigt

Unter der Wahlleitung des Katastrophenschutz-Leiters der Stadt, Thomas Forster (links), sprachen sich die Aktiven der Gailoher Feuerwehr im Beisein von Stadtbrandinspektor Philipp Segerer (Zweiter von links) und OB Michael Cerny (rechts) für Timo Höcherl (Zweiter von rechts) als neuen Kommadanten und Daniel Schildbach (Mitte) als neuen Stellvertreter aus. Bild: Uschald
Politik
Amberg in der Oberpfalz
01.08.2016
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Das Fusions-Gerücht geistert seit Jahren regelmäßig durch die Reihen eines der wichtigsten vom Ehrenamt getragenen Dienste. Nun stellte der Oberbürgermeister klar.

Gailoh . Die Stadt Amberg denkt nicht an eine Zentralisierung ihrer Feuerwehren. Ganz im Gegenteil. Das betonte Oberbürgermeister Michael Cerny vor den Aktiven in Gailoh. Sie wählten am Samstag mit Timo Höcherl einen neuen Kommandanten und mit Daniel Schildbach einen neuen Stellvertreter.

Für den OB hat die örtliche Feuerwehr ebenso wie die dortige Siedlergemeinschaft eine ganz spezielle Aufgabe für diesen Stadtteil: Beide tragen sehr wesentlich dazu bei, die Identität in der früher selbstständigen Gemeinde Gailoh zu bewahren. "Das ist wichtig, wenn bei den Festen der Feuerwehr und der Siedler die Leute dort zusammenkommen", betonte Cerny.

Das schafft Sicherheit


Das Stadtoberhaupt bestätigte den Aktiven zudem eine hervorragende Ausbildungsarbeit. "Die Leute in Gailoh sollten wissen, dass auf diese Stadtteil-Wehr Verlass ist", unterstrich der Oberbürgermeister. Eine Zusammenlegung der über ganz Amberg verteilten Feuerwehren würde keinen Sinn machen, selbst wenn beispielsweise ein Löschfahrzeug eingespart werden könnte. Cerny versicherte den engagierten Aktiven: "Ich freue mich, dass wir euch hier in Gailoh haben."

Es sei nicht selbstverständlich, dass sich wie in diesem Stadtteil "junge Leute ganz vorne als Führungskräfte hinstellen". Sie würden ihre Aufgaben mit Freude erledigen, wenn andere aktiv in der Wehr mitmachten. Cerny stimmt mit dem neuen Kommandanten überein, dass es eine wichtige Aufgabe für Höcherl und Schildbach sei, wieder junge Leute heranzuführen. Eine gute Zielgruppe wären die 30- bis 40-Jährigen, so die Einschätzung des OB. Auch für die Belebung des Vereinslebens brauche man neue Mitglieder. "Bleibt so eine tolle Truppe, wie ihr seid", so der abschließende Appell Cernys.

Führerschein wichtig


Den beiden zur Wahl stehenden Kandidaten dankte er für die Bereitschaft, die Aufgaben als Kommandant und Stellvertreter zu übernehmen. Mit dem Vertrauen der Aktiven ausgestattet, kündigte der neue Kommandant Timo Höcherl eine verstärkte Werbung junger Nachwuchskräfte an, um so die Zukunft der Wehr stärken zu können. Wichtig erscheint ihm auch, dass möglichst viele junge Aktive den Feuerwehrführerschein erwerben.

Der neue stellvertretende Kommandant Daniel Schildbach zeigte sich der Wahlversammlung gegenüber stets offen für Vorschläge aus den eigenen Reihen. Als aktuelles Thema nannte er in der Ausbildung den Digitalfunk und die Zusammenarbeit mit der Amberger Wehr.
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