Amberger Basketballtalent im Trainingskader von Medi Bayreuth
Jevon Perschnick schnuppert bei den Profis

Sport
Amberg in der Oberpfalz
20.09.2016
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Der 16-jährige Jevon Perschnick spielte in früheren Jahren für TV Amberg, TB Weiden und DJK Neustadt/WN. Jetzt steht er vor dem Sprung zu den Profis des Basketballbundesligisten Medi Bayreuth. Bild: Lena Remmert/Bayreuth

Der Amberger Basketballer Jevon Perschnick ist erst 16 alt. Im Sommer hat er bei den Bundesligaprofis von Medi Bayreuth mittrainieren dürfen. Das soll es aber noch lange nicht gewesen sein.

Die Verantwortlichen des Bundesligisten Medi Bayreuth halten viel von dem jungen Basketballtalent. Im offiziellen Saisonheft zur am Wochenende beginnenden Spielzeit 2016/17 steht: "Diesem jungen Mann gehört zweifelsohne die Zukunft."

Seit drei Jahren spielt Perschnick in Bayreuth in der Jugend-Basketball-Bundesliga (JBBL), im August durfte der 16-Jährige in der Vorbereitung mit den Profis der Bundesligamannschaft trainieren. "Das hat richtig Spaß gemacht", sagt Jevon Perschnick, der auf der Position des Spielmachers zu Hause ist. "Wir haben zwei Mal pro Tag trainiert, da konnte ich sehr viel lernen." Von den Basketballprofis sei er gut aufgenommen worden: "Die sind sehr nett, die sind richtig cool drauf."

Jahrelang im Doppeleinsatz


Mit dem Basketballspielen hat Jevon Perschnick mit fünf Jahren beim TV Amberg angefangen. Danach kletterte er die Karriereleiter Schritt für Schritt nach oben. Mit elf bekam der Spielmacher eine Doppellizenz, mit der er in den letzten Jahren parallel für zwei Vereine spielen durfte: Zuerst beim TV Amberg und beim TB Weiden, ein Jahr später dann in Weiden und Bayreuth. Wieder ein Jahr später spielte Perschnick für Bayreuth und die DJK Neustadt/WN, für die er zuletzt sogar in der 2. Regionalliga auf Korbjagd ging.

Seit dieser Saison ist er nur noch für die Bayreuther auf dem Parkett. In der Basketballbundesliga wird er allerdings noch nicht zum Einsatz kommen. Er werde in der Regionalligamannschaft spielen, sagt der Amberger, als jüngster Spieler im Team. Mit der Mannschaft trainiert er auch während der Saison - außer es fallen zwei Spieler aus dem Profikader aus. "Dann darf ich wieder bei den Profis mittrainieren", teilt Perschnick mit. Er sei zwar im 14-Mann-Kader, aber nur auf Abruf, da im Training des Bundesligateams nur 12 Spieler gebraucht werden. Genau da will das Amberger Basketballtalent aber hin: "Das Ziel ist die Bundesliga. Ich denke schon, dass ich es schaffen kann, bald für die Erste zu spielen." An die NBA verschwende Perschnick noch keine Gedanken, gibt er zu. Erst mal versucht er die Ziele zu erreichen, die er sich selbst gesetzt hat: "Ich will meinen Wurf verbessern."

Stressiges Jahr wartet


Dafür arbeitet er hart: "Wir trainieren ungefähr fünfmal die Woche, manchmal auch zweimal pro Tag." Mit der Schule könne das manchmal ganz schön anstrengend sein. Perschnick ist in Bayreuth in einem Internat, er startet gerade in die zehnte Klasse. "Dieses Jahr wird stressig, ich muss viel lernen und viel machen. Das wird ein wichtiges Jahr für die Oberstufe." Das Leben im Internat sei anfangs gewöhnungsbedürftig gewesen: "Das ist erst mal nichts für jeden, aber ich hab mich eingelebt. Jetzt sind sogar noch ein paar andere Basketballer da."

Für Philipp Galewski, Geschäftsführer von Medi Bayreuth, ist die Schule genauso wichtig wie der Sport: "Jevon hat das Potenzial, dass er in die Basketball-Bundesliga kommen kann und vielleicht mal Profi wird. Aber natürlich müssen wir auch schauen, dass die schulischen Leistungen stimmen. Er wohnt in Bayreuth im Internat und hat sich inzwischen sehr gut eingefunden. Er hat noch einen langen Weg vor sich. Wir haben einen Vier- bis Fünf-Jahresplan, mit dem wir talentierte junge Spieler langsam an die erste Mannschaft heranführen wollen."

Das hat richtig Spaß gemacht. Wir haben zwei Mal pro Tag trainiert, da konnte ich sehr viel lernen.Jevon Perschnick


Jevon hat das Potenzial, dass er in die Basketball-Bundesliga kommen kann und vielleicht mal Profi wird.Philipp Galewski, Geschäftsführer Medi Bayreuth
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