Bayernliga Nord
Bittere Lektion für die Ammerthaler

Sport
Amberg in der Oberpfalz
08.08.2016
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Neumarkt/Ammerthal. Eine Lektion in jeglicher Hinsicht bekam die DJK Ammerthal im Oberpfalzderby gegen den ASV Neumarkt erteilt. Nach einer unglaublich schwachen Mannschaftsleistung verlor die DJK am Samstag bei den wie entfesselt aufspielenden Gastgeber mit 0:5 und war am Ende mit diesem Ergebnis auch noch gut bedient. Einziger Lichtblick im Team von Torsten Holm war wieder einmal Keeper Marcel Schumacher, der eine weitaus höhere Niederlage mit herausragenden Paraden verhindern konnte.

Eigentlich zuversichtlich


Desaströs war, was die DJK vor rund 400 Zuschauern (darunter gut die Hälfte aus Ammerthal) in diesem Prestigeduell ablieferte. Dabei ging die Holm-Truppe nach dem überzeugenden 4:2-Heimerfolg zuvor gegen Großbardorf zuversichtlich in diese Partie. "Wir haben uns viel vorgenommen, konnten zu keinem Zeitpunkt des Spiel auch nur annähernd an die Leistungen der letzten Partie anknüpfen", sagte ein restlos enttäuschter und ratlos wirkender Ammerthaler Trainer, der seine Elf lediglich auf einer Position gegenüber der letzten Partie änderte,. Für Florian Danner bekam Marcel Fürsattel seine Chance auf der linken Abwehrseite. "Es fehlte vom Anstoß weg der Biss, wir hatten keine Körpersprache, es war schlichtweg ein unglaublich schlechter Auftritt meiner Mannschaft. Wir sind zu keinem Zeitpunkt als Mannschaft aufgetreten, was für mich unerklärlich ist".

Sein Trainerkollege Dominik Haußner dagegen strahlte über das gesamte Gesicht und lobte: "Ich bin ungemein stolz auf meine Jungs, die nach der unglücklichen 2:3-Pleite in letzter Minute von Aubstadt eine unglaublich starke Reaktion gezeigt hat. Wir waren vom Anstoß weg sofort präsent auf dem Platz, das Team hat meine Vorgaben komplett umgesetzt." Ammerthal habe nach dem zweiten Treffer den Kopf hängen lassen, das hätten seine Jungs konsequent ausgenutzt. "Wir haben auch nach der klaren Führung weiter richtig Gas gegeben."

Diese Grundtugenden fehlten der DJK an diesem Tag gänzlich, es war schlichtweg ein erbärmlicher Auftritt, der kaum zu erklären und entschuldigen ist. Es zeichnete sich schon relativ früh ab, dass die DJK in diesem Aufsteigerduell einen rabenschwarzen Tag erwischte. Die Überlegenheit nutze Neumarkt bereits in der 18. Minute durch den wiedergenesenen ASV-Goalgetter Christian Schrödl gnadenlos aus, nachdem die DJK zum wiederholten Mal den Ball nicht aus der Gefahrenzone gebracht hatte. Wer glaubte, die DJK würde nach diesem durchaus vermeidbaren Rückstand aufwachen, sah sich getäuscht. Ammerthal leistete sich in der Vorwärtsbewegung oft katastrophale Ballverluste, so dass der Gegner immer wieder zu gefährlichen Gegenangriffen ansetzen konnte. Immer wieder stand TW Schumacher im Brennpunkt, der mehrmals Kopf und Kragen riskierte.

Was die DJK im zweiten Durchgang dann ablieferte, hatte mit Bayernliga-Niveau überhaupt nichts zu tun. Der ASV wuchs über sich hinaus und zerlegte den Mitaufsteiger binnen 14 Minuten in sämtliche Einzelteile, die DJK ließ sich praktisch ohne große Gegenwehr abschlachten.

Wir haben uns viel vorgenommen, konnten zu keinem Zeitpunkt des Spiel auch nur annähernd an die Leistungen der letzten Partie anknüpfen.DJK-Trainer Torsten Holm
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