Der Nachwuchs reißt's raus

Sport
Amberg in der Oberpfalz
02.06.2016
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Beim ERSC Amberg freut man sich ganz besonders über die Fortschritte und Resultate des eigenen Nachwuchses. Hier zeige die Tendenz deutlich nach oben. Etwas kritischer beurteilt wurde die Saison der 1. Mannschaft in der Eishockey-Landesliga - sowohl sportlich wie auch wirtschaftlich.

Doch auch diesbezüglich sind die Verantwortlichen optimistisch, was die kommende Spielzeit betrifft. Ein Problem bleibt weiterhin das Anwerben neuer Sponsoren. Dies wurde bei der Jahreshauptversammlung des Vereins offenkundig. "Ich bin stolz auf den Nachwuchs. Da wurde ganz viel angeschoben und wir sollten das möglichst noch ausbauen", hatte Vorsitzender Mustafa Sugle in seinem Bericht vorgesehen.

Am Brenner im Stau


Die Ausführungen trug sein Stellvertreter Frank Jacobi vor, da Sugle zu diesem Zeitpunkt schon seit etlichen Stunden im Stau am Brenner-Pass stand und deshalb an der Versammlung nicht teilnehmen konnte. Einig war er sich in seinen Ansichten mit Nachwuchs-Obmann Stefan Schubert: "Die Nachwuchsspieler sind nicht nur als Unterbau für die erste Mannschaft wichtig, sie vertreten auch die Stadt Amberg würdevoll." Dabei wurde vor allem an die Erfolge der Kleinst- und Kleinschüler erinnert, aber auch an das Knabenteam, dass es in die Aufstiegsrunde schaffte. Dazu auch das Spiel der U 19 gegen eine kanadische Auswahl.

Beachtliche Erfolge


Diese Erfolge waren sehr beachtlich und wurden auch von den Verbandsvertretern und anderen Vereinen in Bayern zur Kenntnis genommen", hatte Sugles in seinem Bericht geschrieben. Besonderes Augenmerk habe aktuell die Trainerausbildung (in diesem Jahr Florian Ksoll und Melanie Wartha), die man kontinuierlich voranbringen wolle. Knapp 100 Nachwuchsspieler kann der ERSC vorweisen - mit steigender Tendenz und noch gar nicht eingerechnet die im Schnitt 40 Kinder, die an der Laufschule teilnehmen. "Der Großteil davon bleibt in der Regel dabei", wusste Stefan Schubert, der bestätigte, dass der ERSC für die kommende Spielzeit auch eine eigenständige U 8-Mannschaft anmelden könne.

Viele Fragezeichen blieben rückblickend bei der Senioren-Mannschaft in der Landesliga offen. Obmann Chris Spanger sah "Ausschläge nach oben und unten, wie bei einem Fieberthermometer". Rein vom Papier her wäre mit dem Erreichen der Zwischenrunde eigentlich das Saisonziel erreicht gewesen. Allerdings sei das Team oftmals unter seinen eigenen Möglichkeiten geblieben: "Es ist kein gutes Gefühl, wenn man gesehen hat, dass die Mannschaft viel mehr Potenzial gehabt hätte." Das zeigte sich gerade in Begegnungen mit Topfavoriten wie zum Beispiel Schweinfurt oder Erding.

Strukturiert und vielseitig


"Wir haben Erding zweimal besiegt und die sind souverän aufgestiegen, haben Passau im Finale auswärts mit 9:0 besiegt - das unterstreicht deren Kaliber und unsere Leistung gegen die", hatte Sugle in seiner Rückschau stehen. Das Vertrauen in den vorhandenen Kader ist aber definitiv vorhanden, worin sich die ERSC-Verantwortlichen einig sind und deshalb auch auf eine frühzeitige Verlängerung mit allen Spielern gedrängt hat. Für eine erfolgreiche Saison soll eine entsprechende Vorbereitung sorgen.

Dies bestätigte Coach Alex Reichenberger: "Wir werden ein achtwöchiges Sommertraining, startend am 1. Juli, durchziehen, strukturiert und vielseitig". Noch wichtiger sei dennoch das Eistraining, das zum 9. September beginnen soll. Reichenberger fordert das volle Engagement aller Spieler, denn "wir haben auch eine Verantwortung dem Verein und den Zuschauern gegenüber".

"Unnötige und unattraktive Platzierungsrunde"Wirtschaftlich war es eine für den ERSC schwere Spielzeit, ging aus dem Rechenschaftsbericht von Vorsitzendem Mustafa Sugle hervor. Mit dem Aufstieg des EV Pegnitz in die Bayernliga sei eine Einnahmequelle versiegt, die in den Derbys um die Weihnachtszeit rund 5000 Euro eingebracht hatte.

Die "völlig unnötige und unattraktive Platzierungsrunde zum Ende der Saison" habe ungefähr den gleichen Betrag nochmals als Defizit aufgeworfen. Deswegen sei es von größter Wichtigkeit, noch mehr Sponsoren für den ERSC zu aktivieren. "Früher wurden wir darauf hingewiesen, dass wir ein einziger Eishockeyverein in Amberg wieder werden müssten, um Sponsoring zu erhalten. Das haben wir nun geschafft, aber der Zuspruch für das regionale Eishockey ist immer noch recht gering. Das Klinkenputzen und die Anfragen gingen weiter nicht sehr positiv aus", hieß es im Bericht von Sugle.

Der Finanzbericht sieht ein leichtes Plus im Nachwuchsbereich und noch offene Eiskosten für den Februar bei den Senioren, über die aber noch verhandelt wird. "Alle anderen Rechnungen sind bezahlt", so Kassier Miroslav Swadzba. Die ordentliche Buchführung bestätigten die Kassenprüfer. (pa)
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