Deutsche Meisterschaft im Bankdrücken
WM-Quali nach 206-Kilo-Qual

Sport
Amberg in der Oberpfalz
10.11.2016
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Burgau/Amberg. Der KSC II Amberg entsandte zu den nationalen Titelkämpfen 2016 im Bankdrücken beim TSV Burgau ein hochkarätiges Team: Europameisterin Gabi Hirner, Vizeeuropameister Hans-Jürgen Ehrt, Wolfgang Zimmermann, Ex-Weltmeister Arthur Hirner, Patrick Schiffner und die Juniorenheber Dominik und Christian Bogensperger.

Gabi Hirner präsentierte sich in bestechender Form und verbesserte ihren eigenen deutschen Rekord in Runde zwei und drei von 85 kg über 85,5 kg auf 87,5 kg. Dies brachte ihr nicht nur den 22. deutschen Meistertitel ihrer Karriere, sondern auch die zweitbeste Relativleistung aller weiblichen Master-Athletinnen ein. Hervorragend präsentierten sich die Junioren des KSC II Amberg. Sowohl Dominik Bogensperger als auch sein Bruder Christian drückten mit 100 kg und 105 kg neue persönliche Bestleistungen und wurden jeweils mit Silber belohnt. Da wollten die Master-Athleten Hans-Jürgen Ehrt und Arthur Hirner nicht nachstehen und lieferten mit 140 kg und 145 kg ebenfalls Leistungen ab, die mit Silber belohnt wurden. Wichtig für Hirner war jedoch die WM-Qualifikation für die neue Altersklasse Master 3, der er ab dem 1. Januar 2017 angehören wird. Dies gelang ihm eindrucksvoll mit einem 20-Kilo-Vorsprung.

Das Highlight setzten jedoch die beiden letzten Heber aus dem KSC-Team. Zuerst gelang es Patrick Schiffner nach soeben überstandener Gehirnerschütterung die Klasse bis 74 kg zu dominieren. Seine 142,5 kg waren zu stark für Adrian Warwas aus Oberhausen. Der Titel des deutschen Meisters und die Qualifikation für die im April 2017 stattfindenden Weltmeisterschaften in Texas waren der verdiente Lohn für den KSC-Heber.

Letzter Starter des Turniers war Master-1-Athlet Wolfgang Zimmermann, der mit 111,9 kg in der Gewichtsklasse bis 120 kg gegen die ausnahmslos schwerere Konkurrenz antrat. Stärkster Gegner war Titelverteidiger Silko Salomo vom AC Amberg. Zwischen den beiden entbrannte ein Kampf um den Titel, der beide Athleten zu Höchstleistungen beflügelte. Zimmermann verlangte für Runde zwei ebenso wie Salomo 200 kg. Während Salomo diese leicht bewältigte, sah das Kampfgericht beim KSCler einen technischen Fehler - damit war der Versuch ungültig. Salomo verlangte in Runde drei die neue deutsche Rekordlast von 205,5 kg, die er leicht drückte.

Zimmermann sah sich nun gezwungen, für den Meistertitel alles auf eine Karte zu setzen und noch einmal zu steigern - auf die erneute Rekordlast von 206 kg. Hochmotiviert und extrem fokussiert konnte er die gewaltige Last sicher nach oben drücken, Titel und Rekord waren der Lohn. Zudem bedeutete dieses immense Gewicht die beste Relativleistung aller Heber des gesamten Turniers. Daneben ging die Qualifikation für die WM sogar ein wenig unter. Somit qualifizierten sich fünf KSC-Athleten für Welt- und Europameisterschaften im nächsten Jahr.
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