Deutsche Meisterschaft Leichtathletik
40 Jahre alten Rekord eingestellt

Corinna Schwab (rechts) vom TV Amberg wurde bei der deutschen Meisterschaft Zweite über die 400 Meter. Bild: Ralf Görlitz
Sport
Amberg in der Oberpfalz
22.02.2016
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Die zwei Leichtathletinnen des TV und der SGS Amberg haben wieder zugeschlagen: Corinna Schwab lief in Dortmund bei der deutschen Meisterschaft zum Vizetitel über 400 Meter, Katrin Fehm wurde Dritte über 200 Meter. Schwab gelang dabei eine außergewöhnliche Leistung.

Dortmund/Amberg. Die 16-jährige Läuferin aus Hiltersdorf, die für den TV Amberg startet, war noch lange nicht geboren, als Claudia Steger vom TSV Göggingen) im Jahr 1976 einen bayerischen Rekord über die 400 Meter in der Halle aufstellte: Steger lief die Distanz in 55,00 Sekunden - Schwab stellte diesen Rekord am Sonntag im Endlauf in Dortmund mit 54,95 Sekunden ein. Fünf Hundertstel schneller, und damit war eine knapp 40 Jahre anhaltende bayerische Bestmarke geknackt.

Von 34 Teilnehmern bei der deutschen Meisterschaft kamen nur die vier Besten in den A-Endlauf und machten die Plätze unter sich aus. Und da hatte es zunächst nicht gut ausgesehen: Schwab benötigte im Vorlauf am Samstag 56,10 Sekunden, und da bekam Trainer Lutz Glaser ein bisschen das Zittern. "Das war ein bisschen verkrampft", kommentierte die 16-Jährige ihren Lauf. Aber dann: "Sie hat sich unheimlich gesteigert", sagte Glaser über Schwab im Finale, das sie auf der Außenbahn lief. Die zwei Jahre ältere Hendrikje Richter vom SCC Berlin war nach 150 Metern auf gleicher Höhe wie Schwab und lief einen Start-Ziel-Sieg in 54,67.

Über ihren zweiten Platz in der höheren Altersklasse - Schwab startet normalerweise in der U 18 - freute sich die TV-Athletin ganz besonders: "Das habe ich so nicht erwartet, ich wollte nach so einem Vorlauf nur ins Finale kommen. Das war schon eine Überraschung für mich, dass ich dann so weit vorne war."

Katrin Fehm von der SGS Amberg lief über die 200 m und hatte sich souverän mit einem ersten Platz in 24,43 mit über einer Sekunde Vorsprung ebenfalls für das Finale qualifiziert. Über diese Distanz gab es zwei gleichwertige Endläufe, in der jeweils die vier Besten antraten. Fehm war am Sonntag durch eine nächtliche Magenverstimmung gehandicapt und konnte nicht wie sonst Vollgas geben. Sie lief im ersten Finale mit 24,53 auf den zweiten Platz hinter Eleni Frommann (LC Jena) in 24,25. Im zweiten Endlauf war die Siegerin Janika Baarck vom SC Neubrandenburg mit 24,44 Sekunden einen Tick schneller als Fehm und schob sich auf den insgesamt zweiten Rang vor - Fehm belegte damit den dritten Platz bei dieser deutschen Meisterschaft. Die Hallensaison ist für Corinna Schwab gleichzeitig die Vorbereitung auf die U 18-Europameisterschaft vom 14. bis 17. Juli in Tiflis (Georgien). Beide, Schwab und Fehm, erhielten aufgrund ihrer Leistungen eine Einladung zum Ländervergleichskampf zwischen Italien, Frankreich und Deutschland, der am 27. Februar in Padua (Italien) stattfindet.
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