Eishockey
Der Ernst beginnt für den ERSC Amberg auf Eis

Der ERSC Amberg mit Dominik Schopper (hinten) greift heute in der Landesliga an. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
06.10.2016
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Zum Auftakt soll ein Dreier her, aber der ERSC Amberg will Straubing nicht unterschätzen - obwohl es auf dem Papier eine leichte Aufgabe scheint.

Am Freitag, 7. Oktober, um 20 Uhr eröffnet der ERSC Amberg vor heimischen Publikum mit der Partie gegen den EHC Straubing die Saison 2016/17 die Eishockey-Landesliga. Gegen den Aufsteiger behielt der ERSC schon in einem Testspiel vor knapp drei Wochen relativ sicher mit 7:2 die Oberhand.

Aber gerade darin liegt auch etwas Gefahr, und Löwen-Coach Alex Reichenberger wird warnend den Zeigefinger heben. Ergebnisse in der Vorbereitung haben bekanntlich eine schnelle Verfallszeit und der schlimmste Fehler aus Amberger Sicht wäre, die Niederbayern an deren seinerzeit gezeigten Leistung zu messen, zumal sie da nur einen reduzierten Kader aufbieten konnten.

Da muss der ERSC, wenn es ernst wird, schon konzentriert zur Sache gehen, denn die Vorrunde könnte zu kurz sein, um mögliche Ausrutscher noch korrigieren zu können und der Kampf um einen der vorderen vier Plätze dürfte sehr spannend werden.

Die Leistungen der Löwen bei den Tests waren über weite Strecken schon sehr ansprechend, wenngleich Reichenberger immer noch Ansatzpunkte zur Verbesserung fand. Vor allem in den Duellen mit höherklassigen Gegnern wie Weiden oder zuletzt Pegnitz hatte der ERSC auch spieltechnisch einiges zu bieten.

Zum Auftakt soll nun auch Abwehrchef Boris Flamik wieder mit von der Partie sein, der gegen Pegnitz noch pausierte. Fehlen wird im Amberger Kader auf jeden Fall Stürmer Florian Wrobel. Der hatte sich gegen Mitterteich eine Spieldauerstrafe eingefangen und muss dafür diesmal aussetzen. Das ist besonders schade, weil Wrobel sich bislang als sehr cleverer und mannschaftsdienlicher Angreifer erwies.

Es kann durchaus sein, dass sich Straubing mit Trainer Christian Penzkofer in der "Außenseiterrolle" wohl fühlt und deshalb unbeschwert auftreten wird. Die Amberger Löwen streben auf jeden Fall gleich ihren ersten "Dreier" an.

Landesliga Gruppe 1

Spieltermine ERSC Amberg

Freitag, 7.10. 20 Uhr: ERSC - Straubing

Freitag, 14.10. 20 Uhr: ERSC - Dingolfing

Sonntag, 16.10. 18.30 Uhr: ERSC - Haßfurt

Samstag, 22.10. 17.30 Uhr: Selb - ERSC

Sonntag, 23.10. 18 Uhr: Bad Kissingen - ERSC

Sonntag, 30.10. 18 Uhr: Schweinfurt - ERSC

Freitag, 4.11. 20 Uhr: Straubing - ERSC

Freitag, 11.11. 20 Uhr: ERSC - Nürnberg

Sonntag, 13.11. 18.30 Uhr: ERSC - Selb

Sonntag, 20.11. 18.30 Uhr: ERSC - Kissingen

Sonntag, 27.11. 18 Uhr: Dingolfing - ERSC

Sonntag, 4.12. 18.30 Uhr: Haßfurt - ERSC

Freitag, 9.12. 20 Uhr: Nürnberg - ERSC

Sonntag, 18.12. 18.30 Uhr: ERSC - Schweinfurt

Der Modus

Die Vorrunden der drei Landesligen laufen vom 7. Oktober bis 18. Dezember. Danach folgen ab dem 23. Dezember die Zwischen- (Plätze 1-4) sowie Abstiegsrunden (Plätze 5-8). Die Zwischenrunde wird vom 23. Dezember bis 5. Februar 2017 gespielt, ebenso die Abstiegsrunde. Die Zwischenrunde Gruppe A bestreiten die 4 Teams der Landesliga 1 (Amberger Gruppe), sowie der Zweite und Dritte der Gruppe 2 (Bad Aibling, Bad Tölz 1b, Farchant, Freising, Fürstenfeldbruck, Reichersbeuern, Trostberg, Vilshofen). Die ersten beiden der Zwischengruppen spielen über Kreuz in Play-offs (Best of 3) die Finalteilnehmer aus (10. bis 17. Februar). Für die anderen Teams ist die Saison beendet. Es gibt keine "Ananas-Runde" wie im Vorjahr. Die Final-Playoffs finden vom 3. bis 10. März statt. Der Sieger ist Landesligameister und Bayernliga-Aufsteiger. Der Verlierer spielt gegen den Vorletzten der Bayernliga um Aufstieg bzw. Verbleib. Ab der Saison 2017/18 wird vom Verband eine Verzahnung von Landes- und Bayernliga angedacht. (pa)

ERSC Amberg"Bedenkliche" Zuschauerzahlen

Amberg. (pa) In sportlicher Hinsicht zuversichtlich gehen die Vereinsverantwortlichen des ERSC Amberg in die neue Spielzeit. Mindestens ebenso wichtig ist dabei aber auch der wirtschaftliche Faktor - und da ist noch genügend Luft nach oben. Zumindest die Vorbereitungsphase sorgte nicht gerade für Freudensprünge, hatte man sich doch für ein mehr als dreiwöchiges, kostenintensives Vor-Eis entschieden. Die teilweise sehr attraktiven Testspielgegner sollten auch für entsprechenden Zuspruch auf den Rängen sorgen, aber im Gesamtrückblick bezeichnete Mustafa Sugle das Besucherinteresse als "bedenklich". Deshalb wünscht sich der Vorsitzende für die Saison "stabile Zuschauerzahlen für einen wirtschaftlich angemessenen Level". Sportlich erwartet Sugle die Mannschaft "unter den Top-3", während sein Stellvertreter, Frank Jacobi, "auf jeden Fall auch die Favoriten ärgern" möchte. Obmann Chris Spanger möchte "die Play-Offs erreichen."

Der Kader

Torhüter: Nr. 1 Oliver Engmann, 17 Lukas Stolz, 70 Felix Graml.

Abwehr: 12 Daniel Trometer, 19 Michael Augsberger, 27 Niklas Stolz , 53 Norbert Gerber, 66 Boris Flamik, 69 Markus Hausner, 79 Bastian Brenner.

Angriff: 9 Daniel Troglauer, 10 Philipp Dürr, 11 Christoph Schönberger, 14 Andreas Hampl, 22 Florian Bartels, 24 David Rybka, 57 Dominik Farnbauer, 61 Florian Wrobel, 77 Kirill Groz, 87 Matthäus Swadzba, 89 Sebastian Aukofer, 90 Dominik Schopper.

Coach: Alexander Reichenberger.
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