Eishockey
ERSC Amberg braucht ein Wunder

Die letzten Anweisungen von Trainer Alexander Reichenberger (hinten) für die "Mission Impossible". Wie man den EC Bad Kissingen besiegt, weiß der ERSC Amberg aus der Vorrunde. Doch zwei Siege gegen die Unterfranken reichen nicht für den Einzug ins Viertelfinale. Auch die Konkurrenz muss mitspielen. Bild: Brückmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
28.01.2016
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Der ERSC Amberg muss beide Spiele gegen den EC Bad Kissingen gewinnen - nur dann ist das eigentlich Unmögliche noch möglich.

An diesem Wochenende endet die Zwischenrunde der Eishockey-Landesliga. Für den ERSC Amberg steht dabei ein Doppelspieltag mit den Bad Kissinger Wölfen auf dem Programm. Am Freitag, 29. Januar, ab 20 Uhr, im Stadion am Schanzl und am Sonntag, 31. Januar, ab 18 Uhr bei den Unterfranken.

Schützenhilfe nötig


Durch die beiden Last-Minute-Gegentore am vergangenen Wochenende hat die Truppe von Trainer Alex Reichenberger ihre Chancen verspielt, aus eigener Kraft in die Play-offs zu gelangen. Die Löwen sind auf Unterstützung der Konkurrenz angewiesen. Die bereits qualifizierten Klassenbesten aus Erding und Schweinfurt müssen Fürstenfeldbruck und Vilshofen besiegen. Letztere spielen ebenfalls noch gegeneinander. Zu allererst muss aber Amberg seine Hausaufgaben erledigen und den EC Bad Kissingen in beiden (!) Begegnungen besiegen. Dies gelang zwar schon in der Vorrunde, allerdings sind die Voraussetzungen nun ungleich schwerer. Die Wölfe glänzten am vergangenen Wochenende mit zwei Auswärtssiegen in Vilshofen und Erding - und das, obwohl sie beide Male nur zehn Feldspieler aufbieten konnten.

"Wir sind stark wie nie in dieser Saison", sagt EC-Manager Vassili Ledin und rechnet fest mit dem Einzug seiner Truppe unter die letzten Acht. Michael Gundlach im Tor, Toms Tilla in der Abwehr, dazu die Offensivkräfte Alex Andrusovich, Konstantin Firsanov und der Ex-Weidener Oliver Dam - die Leistungsträger sind bekannt und trotzdem kaum zu kontrollieren. Außerdem noch Spielertrainer Mikhail Nemirovsky, die "Schaltzentrale" des Kissinger Spieles, der beim letzten Aufeinandertreffen mit Amberg aber eine negative Rolle spielte und unter anderem eine Matchstrafe kassierte.

Göldner gesperrt


Beim ERSC fehlt am Freitag Roman Göldner nach seiner Spieldauerstrafe in Vilshofen. Dazu ist für Dominik Farnbauer (Borreliose) und Florian Wrobel (Rippenfraktur) die Saison ohnehin schon beendet. Ob David Rybka, Florian Bartels und Kirill Groz wieder angreifen können, ist fraglich. Es spricht einiges dagegen, dass Amberg doch noch der Coup gelingt, aber unversucht lassen wollen es die Löwen nicht. Die größte Schwierigkeit liegt darin, dass sie einen sehr starken Gegner binnen 46 Stunden gleich zweimal besiegen müssen.

Viertelfinale oder PlatzierungsrundeSo geht's weiter in der Eishockey-Landesliga: Die jeweils besten vier Vereine der beiden Gruppen spielen ab dem 5. Februar nach ihrer Platzierung über Kreuz - also Vierter A gegen Erster B, Dritter A gegen Zweiter B - in den Play-offs nach dem Modus "Best of Three", wobei der zuvor besser Platzierte bei Bedarf ein weiteres Heimspiel hat.

Die beiden Teams, die am Ende übrig bleiben, ermitteln den Landesliga-Meister und Bayernliga-Aufsteiger. Der Verlierer hat danach noch eine Aufstiegsmöglichkeit gegen den Vorletzten der Bayernliga. In der Zwischenrunde Gruppe B sind die Fronten weitestgehend geklärt. Passau, Pfronten, Schongau und Dingolfing sind längst für das Viertelfinale qualifiziert, lediglich die exakte Reihenfolge ist noch offen.

Sollte der ERSC Amberg den Sprung ins Viertelfinale nicht schaffen, warten in einer Platzierungsrunde ab dem 5. Februar unter anderem Königsbrunn und Ulm als Gegner. Mit einem weiteren Team aus der Amberger Gruppe sollen dann die Landesliga-Platzierungen 9 bis 12 ausgespielt werden. (pa)
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