Eishockey
ERSC Amberg mit sechstem Sieg in Folge

Drittes Tor für den ERSC, drittes Tor für Daniel Krieger (links) im ersten Drittel: Nach einem Foul verwandelte er den Penalty gegen Erdings Keeper Albrecht. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
21.12.2015
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Was kaum einer geglaubt hätte, ist eingetreten: Der ERSC Amberg belegt nach Abschluss der Vorrunde in der Landesliga Gruppe 1 den dritten Platz. Möglich macht's eine tolle Serie.

Der sechste Sieg in Folge war es, den die Löwen gegen den großen Favoriten aus Erding mit 6:4 einfuhren, der ebenso wie zuvor Schweinfurt und Bad Kissingen als Tabellenführer geschlagen die Heimreise aus Amberg antreten musste. Für das Selbstvertrauen der Schwarzgelben vor den kommenden Aufgaben gibt das noch einen weiteren Schub.

Vier Blöcke


Die "Gladiators" waren mit kompletten vier Blöcken angereist, gespickt mit gestandenen Ober- und Bayernligaspielern, im ERSC-Kader gab es dagegen schon einige Lücken. Roman Göldner kam erst am Spieltagabend aus dem Ausland zurück, Andreas Hampl und Florian Bartels wurden geschont, ebenso wie Goalie Oliver Engmann. Der wurde allerdings von Rückkehrer Lukas Stolz bestens vertreten, der eine fehlerfreie Partie lieferte und großen Anteil am Erfolg hatte. Rein sportlich waren beide Teams schon vorzeitig zur Zwischenrunde qualifiziert, was man zu Beginn auch am Spielverlauf ablesen konnte. Es war eine faire, fast schon seriöse Vorstellung, wo der Körperkontakt anfangs noch sehr reduziert wurde.

Reuster für Reichenberger


Die Löwen, bei denen Nachwuchstrainer Holger Reuster den etatmäßigen Coach Alex Reichenberger vertrat, der auf einer Fortbildung in der Schweiz verweilte, wählten eine geschickte Taktik. Sie überließen dem Gegner etwas die Initiative und konterten als Heimmannschaft - und das mit zählbarem Erfolg. Immer einen Tick schneller bereiteten sie dem Gast dadurch ausreichend Probleme, die Daniel Krieger zu einer schnellen 2:0-Führung nutzte. Gegen Ende des Drittels vollendete der Torjäger mit einem Penalty zum Hattrick und zum überraschenden 3:0.

Im Mittelabschnitt konnte man dann einen Spitzenreiter erwarten, der sich besser auf die ERSC-Taktik eingestellt hatte. Gladiators-Verteidiger Ferdinand Zink schickte da mit dem 3:1-Anschlusstreffer gleich schon mal ein sichtbares Signal. Amberg blieb konzentriert und nutzte wenig später eine doppelte Überzahl durch Sebastian Aukofer zum 4:1. Erding war aber nun besser in der Partie, und Lukas Stolz hatte im Amberger Tor nun einige Gelegenheiten, sich auszuzeichnen. Beim zweiten Treffer der Erdinger in Amberger Unterzahl war aber auch er machtlos. Die Strafzeiten durch kleine, oftmals unnötige Fouls, häuften sich beiderseits im Schlussabschnitt, was vor allem die Oberbayern mit ihren spieltechnischen Vorteilen gefährlicher machte. Zunächst erhöhte Christoph Schönberger für den ERSC auf 5:2.

Gegen Mitte des letzten Drittels wurde es dann aber eng. Zunächst konnte Florian Mitterneder auf 5:3 verkürzen, dann hatte Erdings Topscorer, Florian Zimmermann, das Glück, dass der Puck quer von der Bande zurückprallte und ihm direkt auf den Schläger, was er alleine vor Stolz zum 5:4 verwertete. In der Schlussphase hatte Zimmermann dann die große Chance auf den Ausgleich, scheiterte aber bei einem Penaltyversuch kläglich. Erding musste nun die Defensive weiter öffnen und der ERSC erhielt weitere Breakmöglichkeiten.

Gegner stehen fest


107 Sekunden vor dem Ende nagelte Florian Wrobel bei einer dieser Gelegenheiten mit dem 6:4 den Deckel drauf. Der ERSC beendete die Vorrunde somit auf einem beachtlichen dritten Rang. In der Zwischenrunde stehen die Gegner mit Erding, Bad Kissingen, Schweinfurt, Vilshofen und Fürstenfeldbruck nun fest.

EishockeyLandesliga Gruppe 1

ERSC Amberg - TSV Erding 6:4 (3:0, 1:2, 2:2)

Tore: 1:0 (7.) Krieger (Schönberger), 2:0 (9.) Krieger (Swadzba), 3:0 (17.) Krieger (Penalty), 3:1 (23.) Zink (Spindler, Gantsching/4-4), 4:1 (27.) Aukofer (Rybka/5-3), 4:2 (37.) Gantsching (Spindler/5-4), 5:2 (48.) Schönberger (Krieger/4-3), 5:3 (50.) Mitterneder (Mühlbauer, Peipe), 5:4 (53.) Zimmermann, 6:4 (59.) Wrobel (Swadzba, Krieger) - Strafen: Amberg 24, Erding 34 Minuten - Zuschauer: 380 - Schiedsrichter: Dürnhofer, Mackert.
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