Eishockey: ERSC Amberg verliert Heimspiel gegen ESC Vilshofen
Zu hohe Fehlerquote

Der Amberger Norbert Gerber (hinten) zieht ab, Florian Bartels und Sebastian Aukofer lauern auf einen Abpraller vor dem Tor des ESC Vilshofen. Bild: Brückmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
19.01.2016
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Ein Wochenende zum Vergessen: Nach dem 4:5 in Schweinfurt verliert Eishockey-Landesligist ERSC Amberg auch sein Heimspiel gegen den ESC Vilshofen mit einem Tor Unterschied. Ein herber Rückschlag im Kampf um einen Viertelfinalplatz.

Die Löwen kamen am Sonntagabend ganz schwer in die Partie. Mit Göldner, Schönberger, Groz und Wrobel standen vier Spieler auf der Ausfallliste, wobei für Wrobel nach einer Rippenfraktur die Saison wohl beendet ist. Zunächst hatten die Gastgeber zwei Unterzahlsituationen zu überstehen. Erst langsam fanden sie danach Zugriff und hatten dann auch gleich eine gute Doppelchance durch die Youngster Troglauer und Dürr.

Vilshofen wirkte etwas druckvoller und zielstrebiger, den Löwen schien noch das Freitagsspiel in den Knochen zu stecken. Bis zum Pausenpfiff war für ein torloses Remis jedenfalls viel Betrieb vor beiden Toren. Im Mittelabschnitt legten die Wölfe zu und die Gastgeber kamen phasenweise nicht mehr aus ihrem Verteidigungsdrittel, wirkten sehr unkonzentriert beim Passspiel. Das 0:1 durch Robert Suchomski lag schon vorher in der Luft und brachte noch mehr Durcheinander ins ERSC-Spiel.

Bezeichnend dafür eine Szene, nur eine Minute nach der Führung, als sich die Amberger Swadzba und Krieger gegenseitig behinderten und Andreas Toth zum 0:2 traf. Auch in der Folge prägten unnötige Scheibenverluste und ungenaue Pässe das Amberger Spiel, dennoch kam Dominik Farnbauer in aussichtsreiche Schussposition, scheiterte aber an Maximilian Meschik im Gästetor. Kurz vor Drittelende kassierte der Vilshofener Joachim Neupert eine Spieldauerstrafe wegen eines Fouls an Andreas Hampl, der sich eine blutende Wunde im Gesicht zuzog. Weil auch ESC-Kapitän Andreas Meier auf die Strafbank musste, begann der ERSC das Schlussdrittel in doppelter Überzahl. Das führte nach einigen Versuchen dann auch zum umjubelten 1:2 durch Dominik Farnbauer. Als dann - nochmals im Powerplay - Boris Flamik den 2:2-Ausgleich erzielte, hoffte man bei den Gastgebern auf eine endgültige Wende im Spiel.

Allerdings geriet Amberg nur eine Minute später in Unterzahl und nun nutzte Vilshofen seine Chance zum 2:3 durch Robert Vavroch. Erst jetzt gab es eine spürbare Reaktion der Löwen, die über den Kampf ins Spiel fanden und nun etliche Ausgleichschancen hatten, den Gästen aber auch mehr Kontergelegenheiten anboten. Zum Ende hin nahm Trainer Alex Reichenberger noch seinen Torhüter zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis - ohne zählbaren Erfolg. Auch der letzte Schlagschuss von Flamik, fünf Sekunden vor der Schlusssirene, verfehlte nur um Millimeter das Gästetor.

EishockeyLandesliga Zwischenrunde

ERSC Amberg 2:3 (0:0, 0:2, 2:1) ESC Vilshofen

Tore: 0:1 (26.) Suchomski (Geiger, Meier), 0:2 (27.) Toth (Duschl), 1:2 (43.) Farnbauer (Bartels/5-3), 2:2 (48.) Flamik (Gerber, Swadzba/5-4), 2:3 (49.) Vavroch (Simbeck, Suchomski/5-4) - Strafen: Amberg 10 Minuten, Vilshofen 16 + 5 + 20 (Spieldauer Neupert) - Schiedsrichter: Dürnhofer, Grech - Zuschauer: 430.
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