Eishockey: ERSC Amberg verliert unglücklich
Und wieder in der Schlussminute

Sport
Amberg in der Oberpfalz
27.01.2016
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Wenn man schon kein Glück hat, kommt meist auch noch Pech hinzu. In der Landesliga-Zwischenrunde scheitert der ERSC Amberg oft nicht nur am Unvermögen.

Der ERSC Amberg wurde am Sonntag für seine couragierte Leistung in Vilshofen nicht belohnt, weil die Niederbayern in der Schlussminute den 4:3-Siegtreffer erzielten - und nur Sekunden vorher hatten die Löwen noch den Pfosten getroffen, zum dritten Mal in dieser Begegnung. Von acht Partien der Amberger in der Eishockey-Landesliga-Zwischenrunde endeten damit sieben mit nur einem Tor Unterschied.

Am Freitag gegen Fürstenfeldbruck fehlten neun Sekunden zum Sieg, in Vilshofen waren es 27 Sekunden, um zumindest einen Zähler und das Penaltyschießen zu erreichen - und das wäre den Spielanteilen nach mehr als verdient für die Truppe von Alex Reichenberger gewesen. Der Trainer musste auf die verletzten Bartels, Rybka, Farnbauer, Wrobel und Groz verzichten, Hampl und Flamik waren dabei, aber vom Fürstenfeldbruck-Spiel noch angeschlagen, wobei Flamik vorsichtshalber einen Helm mit Gittervisier trug. Dennoch verkauften sich die Löwen im Freieis-Stadion von Vilshofen ganz ausgezeichnet.

In einem ausgeglichenen Anfangsdrittel hatten die Amberger die klareren Chancen, gestützt auf einen gewohnt sehr sicheren Torhüter Oliver Engmann. Zunächst überstanden die Gäste eine doppelte Unterzahl, ehe Andreas Hampl - praktisch von der Strafbank kommend - alleine auf das Vilshofener Tor zusteuerte, den Puck aber nicht dort unterbrachte. Dann hatte Christoph Schönberger mit einem Pfostenschuss Pech, weshalb es bis zur ersten Pause torlos blieb.

Im abwechslungsreichen Mittelabschnitt nutzten die Löwen dann durch Michael Augsberger ein Powerplay zur 1:0-Führung, aber auch die Gastgeber waren bald darauf in Überzahl zum 1:1 erfolgreich. Der schönste Treffer des Abends landete zum 1:2 im Kasten der Wölfe. Boris Flamik wurde in Amberger Überzahl angespielt und gegen seinen fulminanten Schlagschuss gab es keinerlei Abwehrmöglichkeit. Auch der vierte Treffer resultierte aus einem Powerplay, diesmal wieder für Vilshofen zum 2:2. Damit war aber der Torhunger der beiden Teams in diesem Abschnitt noch nicht gestillt. Amberg zielte allerdings wieder zu genau ans Torgestänge während die Wölfe auf der Gegenseite das 3:2 erzielten.

Im letzten Drittel drängte der ERSC dann vehement auf den Ausgleich, aber Tobias Lienig im Wölfe-Tor parierte gegen Swadzba, Krieger und Aukofer souverän. Ausgerechnet in Unterzahl durften die Löwen dann aber doch jubeln. Daniel Krieger schickte Schönberger auf die Reise und der verwandelte sicher zum 3:3, gleichzeitig der 100. Saisontreffer für Amberg. Kurz darauf wäre den Löwen fast ein weiteres Tor mit einem Mann weniger durch Swadzba gelungen. Danach war für Roman Göldner das Spiel beendet. Der Amberger Verteidiger reklamierte nach einer Zwei-Minuten-Strafe gegen ihn und wurde dafür mit zwei Disziplinarstrafen zum Duschen geschickt.

Rechnerisch noch möglich


Der ERSC hatte dennoch Oberwasser bekommen und wollte nun auch den Siegtreffer einfahren. Chancen hierzu waren vorhanden, die beste davon bei einem neuerlichen Pfostenschuss in der Schlussminute, aber - so ungerecht kann der Sport manchmal sein - beinahe der direkte Gegenzug landete im Tor des ERSC, der nun schon ein kleines Eishockey-Wunder braucht, um den Viertelfinaleinzug noch zu schaffen. Rechnerisch ist dieser aber noch möglich.
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