Eishockey
ERSC Amberg verpasst das Viertelfinale

Der Puck in der Luft, der ERSC Amberg am Boden. Die Löwen - links Daniel Krieger, rechts Florian Bartels - verspielten am Freitagabend gegen den EC Bad Kissingen (rechts hinten Eugen Nold) eine 2:0-Führung - und ihre letzte Chance auf die Play-offs. Bild: Brückmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
31.01.2016
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Der ERSC Amberg hat den Sprung ins Viertelfinale der Eishockey-Landesliga verpasst. Der eine Zähler am Freitagabend beim 2:3 nach Penaltyschießen gegen Bad Kissingen war zu wenig, um die ohnehin nur noch theoretischen Chancen aufrechtzuerhalten. Dabei hatte Amberg mit 2:0 in Führung gelegen. Auf die Löwen wartet nun die wenig lukrative Platzierungsrunde - quasi um die "goldene Ananas".

Die Voraussetzungen waren schon vor der Partie problematisch. Weil sich zu den bisherigen Ausfällen auch noch Boris Flamik und Christoph Schönberger gesellten, konnte Trainer Alex Reichenberger nur noch 13 Feldspieler aufbieten - und auch von ihnen mussten einige angeschlagen auf die Zähne beißen. Die Gäste kamen zwar ebenfalls nur mit einem kleinen Kader, hatten aber sämtliche Leistungsträger mit dabei. So überraschte es, dass der ERSC zunächst mehr Spielanteile hatte. Beide Teams scheuten aber das letzte Risiko, weshalb es nur wenige Torchancen gab. Die besten hatten die Amberger Daniel Troglauer, Matti Swadzba und David Rybka. Der ERSC investierte mit zunehmender Spieldauer auch etwas mehr, weshalb die 1:0-Führung durch Rybka verdient war.

Auch im Mittelabschnitt spielte Amberg sehr konzentriert und ließ die Paradereihe der Kissinger Wölfe nicht zur Entfaltung kommen. Zudem strahlte Torhüter Oliver Engmann sehr viel Sicherheit auf seine Vorderleute aus. Gleich ihr erstes Überzahlspiel nutzten die Löwen durch Sebastian Aukofer zum 2:0, in der Folgezeit waren es erneut Rybka und Swadzba, die den Vorsprung noch hätten ausbauen können. Als Amberg nach einer Strafe für Krieger erstmals in Unterzahl geriet, zeigten auch die Wölfe ihr Talent im Powerplay. Der Lette Toms Tilla, auffälligster Akteur der Unterfranken, war der Vorbereiter zum Anschlusstreffer durch Viktor Ledin.

Das schien wie ein Wecksignal für die Wölfe, die mit einer anderen Einstellung zum letzten Abschnitt aus den Kabinen kamen. Die ERSC-Defensive hatte nun Schwerstarbeit zu verrichten und brachte die Scheibe oftmals eine gefühlte Ewigkeit nicht aus der Verteidigungszone. Wenn dies aber gelang, ergaben sich gleich wieder gute Kontermöglichkeiten. Nachdem Krieger ein zweites Mal in die "Kühlbox" musste, übrigens die einzigen Strafen überhaupt für Amberg, schlug der Favorit erneut zu.

Vier Sekunden hätten die Löwen noch in Unterzahl zu überstehen gehabt, da traf Torjäger Alex Andrusovich zum 2:2. In der restlichen Spielzeit war es vornehmlich der ERSC, der eine Entscheidung herbeiführen wollte. Aber Krieger hatte mit einem Lattentreffer ebenso Pech, wie Hampl und Aukofer kurz vor Schluss. Im folgenden Shootout sicherte Tilla den Gästen den Zusatzpunkt und begrub die letzten Hoffnungen der Amberger auf die Play-offs.

EishockeyLandesliga Zwischenrunde

ERSC Amberg 2:3 n. P. (1:0, 1:1, 0:1) EC Bad Kissingen

Tore: 1:0 (15.) Rybka (Krieger, Swadzba), 2:0 (28.) Aukofer (5-4), 2:1 (38.) Ledin (Tilla/5-4), 2:2 (52.) Andrusovich (Nold, Ledin/5-4), 2:3 (60.) Tilla (Penalty).

Strafen: Amberg 4 Minuten, Bad Kissingen 4 + 10 (Firsanov) + 10 (Tausend) - SR: Barth, Dürnhofer - Zuschauer: 300.
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