Eishockey: Ex-Löwe Roman Mucha spielt für Königsbrunn
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Der Gegenspieler auf dem Hosenboden, Roman Mucha (rechts) allein Richtung Tor: Eine typische Szene von "Rekord-Roman", der von 1991 bis 1994 für den ERSC Amberg spielte. In dieser Zeit kam er auf 241 Scorerpunkte, seine 89 Tore aus der Saison 1992/93 sind beim ERSC immer noch Bestwert in einer Spielzeit. Archivbild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
12.02.2016
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Eishockey-Landesligist ERSC Amberg wartet noch immer auf den ersten Sieg in der Platzierungsrunde. Doch die Aussichten sind nicht allzu gut, denn am Freitag, 12. Februar (20 Uhr), kommt Spitzenreiter EHC Königsbrunn. Im Kader der Schwaben steht ein Spieler, der den Löwen-Fans in bester Erinnerung ist.

Von 1991 bis 1994 ging Roman Mucha für den ERSC Amberg in der Regionalliga/2. Liga auf Torejagd - und dies äußerst beeindruckend. 241 Scorerpunkte sammelte er in dieser Zeit und seine 89 Tore aus der Saison 1992/93 sind beim ERSC immer noch Bestwert in einer Spielzeit. Der gebürtige Slowake, längst mit deutschem Pass, hat nun im vergangenen Jahr das 50. (!) Lebensjahr vollendet und spielt immer noch, und zwar regelmäßig.

In Königsbrunn ist er Co-Trainer und zusammen mit Henning Schütz und Hayden Trupp auch erfolgreichster Scorer. An vier von zehn Treffern aus den Partien gegen Ulm und Vilshofen (jeweils 5:4) war Mucha zuletzt beteiligt, der in den vergangenen Jahren vorwiegend für Königsbrunn, Burgau und Pfaffenhofen aktiv war.

Auch der Cheftrainer der Schwaben ist in Eishockey-Kreisen kein Unbekannter. Erwin Halusa war als Spieler unter anderem bei Augsburg, Memmingen, Deggendorf und Ingolstadt. Für die Augsburger Vorstädter ist die Teilnahme an der Platzierungsrunde ebenfalls etwas enttäuschend, denn die Vorrunde hatte der EHC noch als Gruppensieger vor der EA Schongau beendet. Zu gerne wäre man in die Play-offs gelangt, aber in den Ausscheidungen hierzu gab es nur Niederlagen, mit Ausnahme gegen Ulm. Dafür wollen sich die Königsbrunner nun in den Platzierungsspielen schadlos halten "und unbedingt unter die Top-10 der Landesliga", wie Halusa betont. Momentan sind die Pinguine auf dem besten Weg dazu. Dem ERSC Amberg hängt schon irgendwie das Pech am Schläger. Die vielen verletzungsbedingten Ausfälle sind nur schwer zu kompensieren. Möglicherweise haben auch die etlichen knappen Ergebnisse gegen die Löwen zwischenzeitlich etwas am Selbstvertrauen genagt, selbst wenn sie ohne jeden Druck in die an sich unbedeutende Runde gehen können.

Zu allem Unglück fällt auch noch Norbert Gerber wegen seiner Spieldauerstrafe aus dem Spiel in Ulm aus, wobei der Spielermangel gerade in der Abwehr ohnehin am größten war. Es ist umso erstaunlicher, dass die Löwen trotzdem in den zurückliegenden Spielen durchwegs mindestens ebenbürtig waren. Man kann schon Wetten abschließen, ob die Begegnung am Freitagabend wieder mit nur einem Tor Unterschied endet - aber vielleicht mal zugunsten des ERSC?
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