Eishockey Landesliga
ERSC Amberg muss gegen Tormaschine Strafbank meiden

Gegen den EC Bad Kissingen wird's vor dem Tor wieder ähnlich heiß hergehen wie im letzten Amberger Heimspiel gegen Selb. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
18.11.2016
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Der ERSC Amberg steht vor einer gewaltigen Aufgabe: Mit dem EC Bad Kissingen ist die Tormaschine der Liga im Anmarsch, der mit der Empfehlung von 23 Treffern in den letzten zwei Spielen kommt. Vor allem im Überzahlspiel sind die Gäste brandgefährlich.

Fünf Siege in fünf Heimspielen: Der ERSC Amberg ist daheim noch ungeschlagen und will diese Erfolgsserie natürlich ausbauen. Einziger Haken: Am Sonntag, 20. November, kommt um 18.30 Uhr die aktuelle "Tormaschine" der Eishockey-Landesliga, der EC Bad Kissingen, nach Amberg.

Sech-Punkte-Spiel


Für die Löwen ist das zudem ein weiteres Sechs-Punkte-Spiel. Da es in der Partie gegen die Kissinger Wölfe auch noch gegen einen direkten Konkurrenten für die Zwischenrundenqualifikation geht, ist die Angelegenheit noch spannender. 23 Treffer erzielten die Wölfe aus Unterfranken in den letzten beiden Begegnungen mit Selb (10:2) und Straubing (13:2). Das lässt natürlich aufhorchen - wenn man sich an die letzten Auftritte des ERSC gegen eben jene Gegner erinnert: In Straubing verlor der ERSC dumm, gegen Selb hat er nur mit Mühe gewonnen. Da haben es die Wölfe ganz anders krachen lassen.

Dabei können die Unterfranken aktuell gerade mal zwei Blöcke (2 Torhüter, 10 Feldspieler) aufbieten - das allerdings ist schon ein hochkarätiger Minikader. Denn darunter sind mit dem US-Amerikaner Tim Tarvis, dem Letten Roman Nikitin und dem Finnen Niko Grönstand gleich mehrere Kontingentspieler, was bei der Konkurrenz nicht unbedingt auf Zustimmung trifft. Der Tscheche Roman Polak ist verletzungsbedingt nicht mehr im Kader. Vor allem Tarivs hat sich mit sechs Treffern in den letzten beiden Spielen warm geschossen. In der Kurstadt wird der 1. Dezember herbeigesehnt, denn ab dem Tag kann der Kader nach Bedarf noch erweitert werden.

Am Freitag sind die Wölfe bereits gegen den EHC 80 Nürnberg gefordert. Das könnte durchaus ein Vorteil für sie sein, weil man im Rhythmus bleibt - aber auch Nachteile bringen, wenn zu viele Kräfte verschlissen werden. Auf ihrer Homepage haben es die Unterfranken schon anklingen lassen, dass bei dem kleinen Kader durchaus Spielausfälle wegen der dünnen Spielerdecke möglich sind. Der ERSC kann sich an diesem Wochenende ausschließlich auf die Partie gegen die Kissinger Wölfe konzentrieren. Allerdings wird auch Coach Alex Reichenberger auf wichtige Spieler verzichten müssen. Florian Wrobel (Schulter), Dominik Farnbauer (Augapfelprellung), Christoph Schönberger (Wirbel) und Lukas Stolz (Knöchel) werden sicher oder wahrscheinlich nicht zur Verfügung stehen. Bei Wrobel gibt es Entwarnung, der sich nun doch keiner Operation unterziehen muss und in knapp zwei Wochen wieder angreifen möchte.

ERSC muss zulegen


Der ERSC weiß natürlich um die Wichtigkeit dieser Begegnung, da man bei einem vollen Erfolg schon einen spürbaren Schritt in Richtung Zwischenrundenqualifikation machen könnte. Allerdings müssten die Löwen im Vergleich zum letzten Heimspiel schon wesentlich zulegen, denn eine Leistung wie gegen Selb dürfte gegen Bad Kissingen keinesfalls für einen Erfolg genügen. Dabei wird Reichenberger seinen Spielern auch mit auf den Weg geben, der Strafbank so weit möglich fernzubleiben, denn aus dem Überzahlspiel der Wölfe resultieren fast zwangsläufig auch Torerfolge.

Das Hinspiel verlor der ERSC denkbar knapp mit 4:5, den Spielanteilen nach ziemlich unnötig und deshalb auch sehr ärgerlich. Die Löwen haben alle Möglichkeiten, sich gegen einen bärenstarken Gegner zu revanchieren.
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