Eishockey Landesliga
Hinten stabil, vorne effizient

Jubel am Amberger Eis: Mit 6:4 gewann der ERSC Amberg (hier Dominik Farnbauer) auch sein zweites Heimspiel in der neuen Landesligasaison gegen den EV Dingolfing. Bild: brü
Sport
Amberg in der Oberpfalz
17.10.2016
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Der ERSC Amberg gewann auch sein zweites Saisonspiel in der Eishockey-Landesliga. Die Partie gegen Dingolfing wurde die erwartet schwere Aufgabe, aber letztendlich gab die geschlossene Teamleistung der Löwen den Ausschlag. In dem bis zum Ende intensiv geführten Duell hatten die Niederbayern zwar sehr starke Einzelspieler, der ERSC aber die bessere Taktik und den besseren Torhüter.

Oliver Engmann sorgte mit einigen Paraden dafür, dass der komfortable Vorsprung aus dem Anfangsdrittel konstant blieb, während seine Vorderleute das Aufbauspiel des Geheimfavoriten ohnehin schon gezielt unterbanden. Wirklich in Gefahr geriet der 6:4-Erfolg der Schwarz-Gelben deshalb nicht. Den Grundstein legte die Truppe von Alex Reichenberger schon im ersten Abschnitt. Der Löwen-Coach musste auf Verteidiger Norbert Gerber verzichten, dessen Rolle als Kapitän Center Florian Bartels übernahm. Dingolfing war sofort hellwach und suchte vom Anfangsbully weg den Weg in Richtung Amberger Tor. Bedingt durch Strafzeiten hing der ERSC erst mal in seiner Verteidigungszone fest. Das änderte sich aber bald und die Gastgeber erwiesen sich hinten stabil und vorne effizient. Folge war das 1:0 durch Dominik Schopper, der mit einem gewaltigen Schlagschuss Gästekeeper Hähnel keine Chance ließ.

Die wütenden Gegenangriffe von Dingolfing verpufften spätestens bei Engmann, dann legte Amberg entscheidend nach. Binnen 63 Sekunden bauten Markus Hausner und Bartels die Führung auf 3:0 aus, damit ging man auch in die erste Drittelpause. Im Mittelabschnitt spielte der ERSC abwartend, kontrollierte die neutrale Zone, weshalb die Gäste vornehmlich zu Einzelaktionen getrieben wurden. Mitte des Drittels versäumten es die Löwen, für eine Vorentscheidung zu sorgen. So kam Dingolfing im Powerplay durch Gilg zum Anschlusstreffer. Matti Swadzba stellte aber mit einem Abstauber den alten Abstand wieder her. Zum letzten Drittel musste Andreas Hampl wegen eines eingeklemmten Nervs in der Kabine bleiben, außerdem gerieten die Löwen durch eine Strafzeit gegen Bartels in Unterzahl. Aber hier eroberte sich Schopper die Scheibe, steuerte alleine aufs Gästetor zu und vollendete abgeklärt zum 5:1. Die Gäste versuchten nun mit mehr Körpereinsatz, das Spiel an sich zu reißen, hatten aber wenig Erfolg damit.

Ganz offensichtlich übertrieben hatte es Alex Braun, der einen Schlagabtausch mit Ambergs Daniel Trometer anzettelte, sich dabei aber nur Nasenbluten und eine Spieldauerstrafe einhandelte. Dennoch kam Dingolfing noch einmal näher. Dem 5:2 durch Steven Maier folgte eine vergebene Großchance durch Michael Augsberger für den ERSC. Nur kurz darauf das 5:3 durch Spielertrainer Weinzierl. Aufkommende Hoffnungen der Gäste dämpfte aber umgehend Florian Wrobel mit dem 6:3 für Amberg und der endgültigen Entscheidung. Das 6:4 der Niederbayern war nur noch Ergebnis-Makeup.

Eishockey LandesligaERSC Amberg - EV Dingolfing 6:4 (3:0,1:1,2:3)

Tore: 1:0 (8.) Schopper, 2:0 (13.) Hausner (4-3), 3:0 (14.) Bartels (Hampl, Trometer/4-4), 3:1 (31.) Gilg (Weinzierl/5-4), 4:1 (38.) Swadzba, 5:1 (42.) Schopper (4-5), 5:2 (52.) Maier (Koma/4-4), 5:3 (56.) Weinzierl (Maier), 6:3 (58.) Wrobel (Schopper, Schönberger /4-3), 6:4 (59.) Harrer (Erl) - Strafen: Amberg 20 Minuten, Dingolfing 25 + 10 (Hähnel) + Spieldauer (Braun) - SR: Schmidt, Graf - Zuschauer: 300
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