Eishockey Landesliga Zwischenrunde
ERSC Amberg gewinnt Penaltyschießen in Fürstenfeldbruck

Sport
Amberg in der Oberpfalz
08.01.2016
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Zwei Drittel lang goss es im Fürstenfeldbrucker Freieis-Stadion wie aus Kübeln, und der ERSC Amberg lag scheinbar aussichtslos mit 1:4 im Rückstand. In den letzten zehn Minuten drehten die Löwen bei wieder regulären Bedingungen die Partie und holten sich im Penaltyschießen mit 5:4 den Zusatzpunkt. Mit diesem Auswärtserfolg bleibt der ERSC in der Zwischenrunde der Eishockey-Landesliga weiter im Geschäft. Coach Alex Reichenberger lobte "die tolle Moral" seiner Mannschaft, in der ein starker Torhüter Oliver Engmann mehrfach einen höheren Rückstand verhinderte, und Daniel Krieger an allen vier Treffern beteiligt war.

Pünktlich zum Spielbeginn hatte es am Dreikönigstag in Fürstenfeldbruck leicht zu regnen begonnen, was sich dann nach dem frühen 0:1 der Amberger durch Matti Swadzba zu einem wahren Monsun entwickelte. Schon bald sollte sich zeigen, dass der ERSC allergrößte Probleme mit dem stumpfen und holprigen Untergrund bekam. Da machten es die "Crusaders" mit ihrem One-Touch-Hockey wesentlich cleverer. Gepaart mit enormer Laufbereitschaft setzten sie die Löwen unter Druck. Zum Ausgleich der Gastgeber musste allerdings eine Überzahl herhalten, die McGehee zum 1:1 abschloss.

Oli Engmann hielt seiner Mannschaft lange Zeit das Remis, bis kurz vor Drittelende die Brucker doch mit 2:1 durch Weishaupt in Führung gingen. Im Mittelabschnitt lagen die Spielanteile weiterhin auf Seiten der Crusaders, der ERSC hatte dagegen nur wenige Chancen - dafür aber hochklassige: Daniel Krieger traf einmal die Latte und scheiterte später aussichtsreich vor Dennis Berger, Kirill Groz lief in doppelter Unterzahl alleine auf den Brucker Goalie zu, woraus sich der Gegenangriff entwickelte, aus dem die Gastgeber das 3:1 durch Sontowski machten.

In der Pause zum Schlussdrittel war es vorbei mit der Dusche von oben und die Gäste hofften nun, besser in "ihr" Spiel zu kommen. Trotz des 4:1 durch Dietrich war der ERSC aber nun im "Attacke-Modus". Mit dem 4:2 durch Florian Wrobel war die Partie offen. Ein Alleingang von Krieger zum 4:3 ließ die Amberg-Aktien weiter steigen. In der Schlussminute wurde Florian Bartels gefoult. Dafür wanderte EV-Spieler Pasterny auf die Strafbank, und weil Frederik Hoffmann und Ambergs Roman Göldner ihren Disput handgreiflich austrugen, durften beide in die Kühlbox, für den Löwen-Verteidiger mit der Auswirkung einer Spieldauerstrafe (Faustkampf ohne Handschuhe). Das war 34 Sekunden vor dem Ende, und weil der Bully in der Brucker Verteidigungszone stattfand, nahm Reichenberger Oli Engmann zugunsten eines weiteren Feldspielers vom Eis - mit Erfolg: Fünf Sekunden (!) vor der Sirene jagte Krieger die Scheibe zum 4:4 in die Maschen. Im Shootout parierte Engmann sämtliche Versuche der Gastgeber, und Sebastian Aukofer traf mit seinem Penalty.
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