Eishockey Landesliga Zwischenrunde
ERSC Amberg zweimal gegen TSV Erding

Bange Blicke auf den nächsten Gegner und die zwei kommenden Spiele: ERSC-Trainer Alexander Reichenberger und seine Mannschaft müssen gegen den Spitzenreiter antreten. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
08.01.2016
109
0

In der Vorrunde der Eishockey-Landesliga hatte sich der ERSC Amberg einen Namen als "Tabellenführer-Besieger" gemacht, unter anderem auch gegen den TSV Erding mit 6:4 gewonnen. Nun kommen die "Gladiators" erneut ins Stadion am Schanzl - und wieder als Spitzenreiter.

Die Voraussetzungen heute, am Freitag, 8. Januar, um 20 Uhr sind allerdings nicht zu vergleichen. Kurz vor Weihnachten waren die Oberbayern schon längst für die Zwischenrunde qualifiziert, wie auch der ERSC. Beide Teams wollten deshalb weder Verletzungen noch große Strafen riskieren und lieferten keine 100 Prozent.

Erding wollte es allerdings im "Schongang" durchziehen und wurde von den Ambergern mehrfach klassisch ausgekontert. Mit 3:0 führte der ERSC nach dem ersten Drittel, und den Gladiators gelang es nicht mehr, den Hebel entscheidend umzulegen. Zudem bremsten sich die Erdinger immer wieder selbst durch unnötige kleine Fouls.

Man kann davon ausgehen, dass TSV-Coach Peter Vorisek genau diese Punkte seiner Mannschaft vor dem Auftritt in Amberg eindringlich vor Augen führen wird und der Aufstiegsfavorit sehr konzentriert zu Werke geht. Auch in der Zwischenrunde haben die Weißbierstädter bislang überhaupt nichts anbrennen lassen: Vier Spiele, vier Siege bei 25:9 Treffern sind eine respekteinflößende Bilanz. Allerdings zeigte der letzte Amberger Gegner, der EV Fürstenfeldbruck, wie man auch einen so hochkarätig besetzten Kader fordern kann. Die Crusaders verloren in Erding nur knapp mit 4:6 und setzten dem Favoriten mit einfachen Mitteln zu.

Von Amberger Seite aus bedarf es schon das Zusammenspiel vieler günstiger Komponenten, um erneut einen Coup gegen den wahrscheinlichen "Bald-Bayernligisten" zu landen. Erschwerend kommt für Löwen-Coach Alex Reichenberger hinzu, dass er auf den gesperrten Roman Göldner sowie Christoph Schönberger (Ellbogenverletzung) und möglicherweise auch Andreas Hampl (grippaler Infekt) verzichten muss. Natürlich kann sich auswirken, dass die Löwen nach dem Kräfte zehrenden Match in Fürstenfeldbruck einen Tag weniger Zeit zur Regeneration hatten, als die Erdinger Torfabrik, die bereits am Dienstag mit nur zwei Blöcken souverän in Schweinfurt gewann.

Dennoch kann der ERSC ohne großen Druck antreten, denn die Favoritenrolle liegt eindeutig aufseiten der Gäste und jeder Punktgewinn für Amberg käme schon einer sehr großen Überraschung gleich - aber von Überraschungen lebt ja auch das Eishockey.

Das Rückspiel in der Zwischenrunde ist gleich für Sonntag, 10. Januar, um 18 Uhr in Erding angesetzt - und das wird alles andere als einfach.
Weitere Beiträge zu den Themen: Eishockey (312)ERSC Amberg (92)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.