Eishockey
Löwen erwarten die (fast) unbesiegbaren Gladiatoren

Zwei Spitzenreiter brachte der ERSC Amberg (rechts Sebastian Aukofer) in dieser Saison schon zu Fall. Dass es am Sonntag auch den TSV Erding im Stadion am Schanzl erwischt, ist eher unwahrscheinlich. Bild: Ziegler
Sport
Amberg in der Oberpfalz
19.12.2015
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Zum Vorrundenabschluss der Eishockey-Landesliga gibt sich der Tabellenführer in Amberg die Ehre. Beim ERSC ist man froh darüber, bereits für die Zwischenrunde qualifiziert zu sein, denn der TSV Erding ist das Nonplusultra in dieser Liga.

Fünf Begegnungen in Folge haben die Löwen zuletzt gewonnen, aber diese Serie ist im Heimspiel am Sonntag, 20. Dezember (18.30 Uhr), gegen den souveränen Spitzenreiter auf einem harten Prüfstand - auch wenn der ERSC im Saisonverlauf schon zwei Tabellenführer stürzte. Nur das Eröffnungsspiel gegen Schweinfurt haben die Erding Gladiators verloren und gingen danach in allen zwölf Partien als Gewinner vom Eis.

Die Hundert voll machen


Die Oberbayern stellen den stärksten Angriff und die sicherste Abwehr; in Zahlen lautet das 99:25 Tore. Kein Zweifel, dass der Ex-Oberligist am Sonntag die Hundert voll machen will. Erding wurde schon vor der Saison als "der" Topfavorit für den Bayernliga-Aufstieg gehandelt - und in der Weißbierstadt werden alle Hebel in Bewegung gesetzt, damit dieses Ziel auch umgesetzt wird.

Der Kader ist quasi gespickt mit Spielern aus höheren Klassen, zuletzt kamen mit Bormann, Gantschnig und Mitternacht drei weitere Oberligaspieler dazu. Die Gladiators sind durchgehend stark besetzt, für die "Tormaschinerie" zeichnet vorwiegend aber ein Trio verantwortlich: Florian Zimmermann (44 Punkte), Daniel Krzizok (43) und Christian Poetzel (36) haben beeindruckende Scorerreferenzen vorzuweisen. Zum Vergleich, Florian Bartels ist mit 23 Punkten der aktuelle Topscorer des ERSC, der immerhin über den zweitstärksten Angriff der Liga verfügt (66 Tore). Im Hinspiel zogen sich die Löwen besser aus der Affäre, als es das 3:8-Ergebnis vermuten lässt. Zu Beginn des zweiten Drittels war Amberg auf 2:3 heran, erst ein Doppelschlag im Powerplay und die zusätzliche Verletzung von Andy Hampl gaben den Ausschlag für die Erdinger.

Test für Zwischenrunde


Das letzte Gastspiel der Gladiators im Stadion am Schanzl ist dagegen schon einige Zeit her: In der Saison 1997/98 trafen beide Mannschaften in der Hacker-Pschorr-Liga (damals die 2. Bundesliga) aufeinander. Die Oberbayern, seinerzeit als "Jets" tituliert, behielten mit 5:0 und 4:2 die Oberhand. Der Vorrundenabschluss ist für Amberg wie Erding im Prinzip schon der Test für die Zwischenrunde, in der ja ein Wiedersehen bereits garantiert ist.

Beim ERSC sollte Roman Göldner wieder mit von der Partie sein. "Keine Disziplinarstrafen und keine Verletzungen" lautet die Devise für beide Teams, die völlig befreit aufspielen und den Zuschauern dennoch ein unterhaltsames Eishockey bieten können.

Prosecco für die Frauen


Am 4. Advent setzen die Verantwortlichen der Löwen das Spiel unter das Motto "Ladies Night": Für die Frauen gibt es in den Drittelpausen kostenfrei Prosecco - solange der Vorrat reicht.

Wie geht's weiter?Bei der Spielgruppentagung am Dienstag, 22. Dezember, werden die Termine für die Zwischenrunde vereinbart. Diese beginnt am Sonntag, 27. Dezember und wird in zwei Gruppen zu je sechs Teams bis zum 31. Januar 2016 gespielt. Mit Amberg, Bad Kissingen, Erding, Schweinfurt, Passau, Vilshofen, Fürstenfeldbruck, Dingolfing, Königsbrunn, Schongau und Pfronten stehen elf der zwölf Teilnehmer fest. Um den letzten freien Rang streiten sich noch Ulm, Kempten und Bad Wörishofen in der Gruppe 3. In der Gruppe 2 sind noch die endgültigen Platzierungen wichtig, denn der Zweite und Dritte - momentan Vilshofen und Fürstenfeldbruck - werden in die Amberger Gruppe eingeteilt, der Erste und Vierte (zurzeit Passau, Dingolfing) in die Gruppe mit Königsbrunn. Hier ist durchaus noch ein Platztausch möglich. (pa)
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