Eishockey
Viertelfinale im Visier

Schwerstarbeit wartet auf die Abwehr des ERSC Amberg - im Bild Niklas Stolz (Zweiter von links) und Torhüter Lukas Stolz (Mitte) - am Freitagabend im Spiel gegen den ERV Schweinfurt. Besonderes Augenmerk muss sie dabei auf den Torjäger der Unterfranken, Dion Campbell, legen. Bild: Brückmann
Sport
Amberg in der Oberpfalz
14.01.2016
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Nach dem überraschenden Sieg bei Spitzenreiter TSV Erding geht es für den ERSC Amberg zum Tabellenzweiten ERV Schweinfurt. Eine knifflige Aufgabe für das Team von Trainer Alex Reichenberger, doch die Aussichten sind für die Löwen gar nicht so schlecht.

In der Zwischenrunde der Eishockey-Landesliga geht es Schlag auf Schlag. Alle Teilnehmer haben noch Chancen auf den Viertelfinaleinzug. Neben Spitzenreiter Erding sieht es für den ERV Schweinfurt besonders gut aus. Die Mighty Dogs empfangen am Freitag, 15. Januar (20 Uhr), den ERSC Amberg. Es ist der vierte Vergleich der beiden Teams in dieser Saison. Bisher verliefen die Duelle ziemlich ausgeglichen. Nach Punkten steht es 5:4 für die Unterfranken, aber der ERSC ist bestrebt, die Bilanz zu seinen Gunsten zu verändern. Mut macht den Ambergern die Auswärtsbilanz. Die letzte Niederlage in der Fremde datiert vom 22. November vergangenen Jahres (in Erding). Seither haben die Löwen sämtliche Partien auswärts für sich entschieden - auch in der Zwischenrunde.

177 Strafminuten im Derby


Die Schweinfurter Mighty Dogs liegen mit drei Zählern Vorsprung vor Amberg, haben aber auch eine Partie mehr absolviert. Mit einem Erfolg in der regulären Spielzeit würden die Löwen die Dogs deshalb vom zweiten Rang verdrängen. Zuletzt gab es für Schweinfurt einen 4:2-Sieg in einem sehr emotionalen Derby in Bad Kissingen. Insgesamt 177 Strafminuten (!!) wurden dort ausgesprochen, wobei sich die Dogs drei Spieldauerstrafen für Andi Kleider, Michele Amrhein und Torhüter Benjamin Dirksen einhandelten. Dieses Trio wird definitiv fehlen, aber Schweinfurt hat genügend Qualität im Kader, um diese Ausfälle zu kompensieren. Vor allem der Kanadier Dion Campbell spielte sich immer mehr in den Vordergrund.

Qualität hat aber auch der ERSC Amberg zuletzt bewiesen bei der faustdicken Überraschung in Erding: Sehr konzentriert im Defensivverhalten und mit sehenswerten und auch erfolgreichen Spielzügen nach vorne. Wie wichtig der Erfolg beim Spitzenreiter war, zeigt der Blick auf die Tabelle, wo den Zweiten vom Letzten nur sechs Zähler trennen.

Bedenken, dass seine Mannschaft ob des Coups in Erding mental "abhebt", braucht Alex Reichenberger nicht haben. Dafür sind die kommenden Aufgaben einfach zu schwer, aber alle Spieler genießen ganz offensichtlich die Spannung und nehmen alles mit, um das Selbstvertrauen zu steigern.

Zwei Fragezeichen


Auf Amberger Seite hofft man, dass Andreas Hampl seinen grippalen Infekt auskuriert hat, bei Christoph Schönberger ist es mit dessen Ellbogenverletzung eher noch fraglich. Der Sieger der Partie erhöht seine Chancen schon mal mit einer "Zehenspitze" auf das Landesliga-Viertelfinale.

Eishockey

Landesliga Zwischenrunde

Fürstenfeldbruck - Bad Kissingen Fr. 20 Uhr

Schweinfurt - Amberg Fr. 20 Uhr

Fürstenfeldbr. - Schweinfurt So. 17.15 Uhr

Bad Kissingen - Erding So. 18 Uhr

Amberg - Vilshofen So. 18.30 Uhr



1. Erding 6 39:16 15

2. Schweinfurt 5 18:15 9

3. Amberg 4 15:22 6

4. Fürstenfeldbruck 4 16:17 5

5. Vilshofen 5 16:27 4

6. Bad Kissingen 4 10:17 3
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