Eishockey Zwischenrunde
Dämpfer für ERSC Amberg

Sport
Amberg in der Oberpfalz
25.01.2016
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Nur einen Punkt gewonnen aber zwei verloren. 4:2 geführt, Sekunden vor dem Ende den Ausgleich kassiert und im Shootout nicht getroffen - der ERSC Amberg hat sich erneut vor eigenem Publikum nicht durchsetzen können.

Aber der Spielverlauf gegen die Crusaders aus Fürstenfeldbruck muss beiden Teams wie ein Deja-Vu-Erlebnis vorgekommen sein. Am Dreikönigstag konnten die Löwen bei den Oberbayern einen klaren Rückstand in den Schlusssekunden noch egalisieren und den gewinnbringenden Penalty verwandeln. Am Freitagabend waren es im Stadion am Schanzl die Gäste, die dem ERSC nach 59:51 Minuten den Sieg entrissen.

Besonders ärgerlich für Amberg, weil das in dieser Saison schon zum dritten Male passierte, einen vermeintlich sicheren Vorsprung nicht halten zu können und die Aussichten auf einen Viertelfinaleinzug einen erheblichen Dämpfer bekamen. Nötig wäre das keinesfalls gewesen, auch wenn mit Farnbauer, Bartels, Wrobel und Groz ein Quartett ausfiel, Schönberger, Göldner und Rybka nur angeschlagen in die Partie gingen.

Die Ausgangslage ließ schon erwarten, dass kein Schönheitspreis vergeben würde und so entwickelte sich auch ein reines Kampfspiel, häufig aggressiv und zerfahren. Die ungemein laufstarken Gäste bekamen schneller Zugriff, auch weil Christof Schönberger schon in der Anfangsminute 2 plus 10 Strafminuten kassierte. So fiel bereits nach 95 Sekunden die Führung für Fürstenfeldbruck, das gegen unsortierte Amberger bald das 0:2 nachlegte. Erst danach kamen Lebenszeichen vom ERSC, aber mit dem 1:2 durch Daniel Trometer übernahmen die Löwen das Kommando.

Eine mit entscheidende Szene dann in der 17. Minute, als Gästeverteidiger Hoffmann den Amberger Spielmacher Boris Flamik mit einem Check gegen Kopf und Nacken zu Boden streckte, wobei sogar dessen Helmvisier zerbrach. Der Fürstenfeldbrucker wurde mit einer Matchstrafe zum Duschen geschickt, aber auch für Flamik war die Partie beendet und er wurde umgehend ins Klinikum gebracht. Es stellte sich dort aber keine schwerwiegende Verletzung heraus. Allerdings war der Slowake für sein Team ein schwerwiegenderer Ausfall als der Brucker Verteidiger.

Während des Überzahlspiels gelang den Löwen noch im Anfangsdrittel der 2:2-Ausgleich, den David Rybka mit einem Rückhandschuss erzielte. Der Mittelabschnitt gehörte eindeutig den Gastgebern, die zwar immer noch einige Scheibenverluste fabrizierten, aber kämpferisch dagegenhielten und mit individueller Stärke die Glanzpunkte setzten. Einer davon war der geniale Pass von Matti Swadzba auf Daniel Krieger, der alleine auf EV-Torhüter Dennis Berger zusteuerte und den ERSC erstmals in Führung schoss.

Wenig später fälschte Trometer einen Schlagschuss von Schönberger zum 4:2 für Amberg ab. Die Gäste hatten insgesamt zwar die Mehrzahl an Torschüssen, konnten Löwengoalie Lukas Stolz aber selten richtig fordern. Mit einem beruhigenden Zwei-Tore-Vorsprung ging der ERSC ins Schlussdrittel, wo Krieger und Rybka auf 5:2 erhöhen mussten. Mehr durch Zufall kamen die Gäste kurz darauf zum Anschluss, quasi mit einem Pressschlag vom Bully weg, der unhaltbar hinter Stolz einschlug. Während bei Amberg auch noch Andreas Hampl verletzt ausfiel, setzte Fürstenfeldbruck alles auf eine Karte, nahm 36 Sekunden vor dem Ende den Torhüter zugunsten eines Feldspielers vom Eis und kam nach einem Gestochere vor dem Amberger Tor noch zum 4:4 durch Erik Mönch. Der gleiche Spieler verwandelte im Shootout den entscheidenden Penalty für den Zusatzpunkt der Gäste.

EishockeyLandesliga Zwischenrunde

ERSC Amberg - EV Fürstenfeldbruck 4:5 n.P.

(2:2, 2:0, 0:2)

Tore: 0:1 (2.) Pasterny (Menard, Ullmann/5-4), 0:2 (8.) McGehee (Sontowski, Mönch), 1:2 (15.) Trometer (Hampl), 2:2 (18.) Rybka (Swadzba, Krieger/4-3), 3:2 (28.) Krieger (Swadzba), 4:2 (33.) Trometer (Schönberger, Hampl), 4:3 (54.) McGehee (Sontowski, Pasterny), 4:4 (60.) Mönch (Ullmann/6-5), 4:5 (60.) Mönch, im Penaltyschießen - Strafen: Amberg 18 Minuten + 10 (Schönberger), Fürstenfeldbruck 17 + 10 + 10 (= Spieldauer McGehee) + 20 (= Matchstrafe Hoffmann) - Schiedsrichter: Mackert, Scholl - Zuschauer: 275
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