ERSC Amberg
Löwen unter Druck

Der ERSC Amberg liegt nach dem Null-Punkte-Wochenende auf dem letzten Platz der Eishockey-Zwischenrundengruppe A, aber trotzdem nur ein Pünktchen hinter dem Tabellendritten EV Fürstenfeldbruck. Im direkten Duell mit den Oberbayern könnte schon eine Vorentscheidung fallen.

Durch die beiden Ein-Tor-Niederlagen in Schweinfurt und gegen Vilshofen verpasste es der ERSC Amberg am vergangenen Wochenende, sich in eine gute Ausgangsposition für die Viertelfinal-Qualifikation zu bringen. Im Sechs-Punkte-Spiel am Freitag, 22. Januar (20 Uhr), in der Eishalle am Schanzl ist der erste Heimspiel-Dreier in der Zwischenrunde absolut nötig, um sich die Chancen offen zu halten.

Das Hinspiel in Oberbayern entschied der ERSC im Freiluftstadion in einer wahren "Wasserschlacht" im Penaltyschießen für sich. Die Fürstenfeldbruck Crusaders führten bis zwölf Minuten vor der Schlusssirene mit 4:1 und hatten die Punkte eigentlich schon "im Sack". Dann schlugen die Löwen allerdings in den restlichen Spielminuten bei "regulären" Witterungsbedingungen zurück, schafften fünf Sekunden (!) vor dem Ende den Ausgleich und durch einen verwandelten Penalty von Sebastian Aukofer im Shootout den Zusatzpunkt.

Die Crusaders, Dritter der Landesliga-Vorrunde hinter Passau und Vilshofen, haben bislang jedem Gegner das Leben schwer gemacht. Aus dem Rahmen fällt eigentlich nur das 1:4 zuletzt gegen Bad Kissingen, allerdings hatten sie das Hinspiel bei den Unterfranken mit 5:2 gewonnen.

Der EVF hatte als letztjähriger Tabellenelfter (!) der Landesliga Südwest vor der Saison nur zwei Neuzugänge, plus den Mann auf der Trainerposition. Christian Eibl, vorher einige Jahre in Freising, übernahm im Sommer die Crusaders und formte ein Team, das serienmäßig für Überraschungen sorgte. Fürstenfeldbruck spielt ein sehr laufintensives, schnörkelloses Eishockey, und zwar über die gesamte Spielzeit, mit dem bislang eigentlich jeder Gegner seine Probleme hatte. Das ist unabhängig von Heim- oder Auswärtsspielen. Aus Amberger Sicht ist da höchste Konzentration gefordert, natürlich auch über die volle Distanz.

ERSC-Coach Alex Reichenberger hofft da besonders, dass Spieler wie Roman Göldner, Christoph Schönberger oder Kirill Groz wieder in den Kader zurückkehren.
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