Europameisterschaft im Bankdrücken
KSC II Amberg sahnt ab

Gold für Gabi Hirner. Bild: Huber
Sport
Amberg in der Oberpfalz
20.10.2016
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Silber für Frieda Holzer. Bild: bba

Drei Starter, drei Medaillen, einmal sogar Gold: Dem KSC II Amberg gelang eines der besten Ergebnisse bei der Europameisterschaft im Bankdrücken.

Luxembourg-Hamm. 171 Athleten hatten sich über die jeweiligen Titelkämpfe auf nationaler Ebene für die Europameisterschaften im Bankdrücken 2016 qualifiziert. Mit dabei während der drei Tage dauernden Wettkämpfe, auch ein Trio des KSC II Amberg. Mit Gabi Hirner in der Gewichtsklasse bis 57 kg, Frieda Holzer bis 84 kg und Hans-Jürgen Ehrt bis 93 kg erreichte man eines der besten Ergebnisse aller Zeiten für den Verein.

Ein Klassenunterschied


Als erste Starterin ließ Gabi Hirner auch nach mehrjähriger internationaler Wettkampfpause keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie nichts von ihrem Können verlernt hatte. Die Konkurrentinnen Pia Kring (Deutschland) und Irina Bekhtereva (Russland) waren am Ende chancenlos und der Rückstand auf die Ambergerin mit 30 kg zeigte den Klassenunterschied überdeutlich auf. Hirner eröffnete mit sicheren 105 kg, denen mit 110 kg in Runde zwei und einem neuen deutschen Rekord von 112,5 kg in Runde drei zwei weitere souveräne Bestleistungen folgten.

Damit war nicht nur Gold und der Titel der Europameisterin gewonnen, Gabi Hirner war auch eine von nur vier Athletinnen, denen es gelang, mehr als das doppelte Körpergewicht zu drücken (55,34 kg zu 112,5 kg). Auch die Relativpunktewertung gewann die KSC-Athletin souverän mit der beachtlichen Punktzahl von 133,60. Da wollte Vereinskollege Hans-Jürgen Ehrt nicht nachstehen, als amtierender Vizeweltmeister kam es in seiner Gewichtsklasse erneut zum Duell mit dem übermächtigen Weltmeister Stanislaw Mentel aus Polen, der in Runde zwei einem neuen Weltrekord mit 230 kg aufstellte.

Runde drei sah Hans-Jürgen Ehrt knapp an der Rekordlast scheitern, der Pole drückte mit einer gewaltigen Energieleistung die 237,5 kg nach oben und setzte die Rekordmarke damit in beeindruckende Höhe. Ehrt war jedoch zufrieden mit dem Titel des Vizeeuropameisters im erfolgreichsten Wettkampfjahr seiner Karriere.

Abstinenz kein Problem


Den erfolgreichen Schlusspunkt aus Sicht des KSC II Amberg setzte am nächsten Tag Frieda Holzer. Ebenfalls nach mehrjähriger internationaler Abstinenz zeigte die KSC-Athletin einen großen Wettkampf. Mit Pia Valkonen, Finnland, Dalia Angelique und Stephanie Bastien, beide aus Frankreich, hatte sie gleich drei Konkurrentinnen um die begehrte Medaille. Über diesem Quartett thronte einer amtierenden Weltmeisterin würdig die Norwegerin Eva Engskar. Ihre Position war ungefährdet, zu stark war ihr letzter Akt mit 170 kg. Dahinter entbrannte allerdings ein harter Kampf um die verbleibenden Medaillen.

Mit 130 kg zu Silber


Nervenstark steigerte Frieda Holzer auf eine neue persönliche Bestleistung von 130 kg, die sie als krönenden Abschluss gültig in die Wertung und zur Silbermedaille brachte. Als Zugabe gab es ein dickes Lob vom Vizepräsidenten Kraftdreikampf für die guten Leistungen an Athleten und Betreuer des Amberger Teams, deren Punkte entscheidend zum Gewinn der Nationenwertung beitrugen.
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